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Neue Details zum Mord in Wiesbaden

Mord in Wiesbaden - Monatelanger Streit um Bauarbeiten

Nach dem Mord an einem 71-jährigen Mann in Wiesbaden gibt es neue Details zu den Hintergründen. Die beiden Tatverdächtigen, ein Vater und sein Sohn, hatten offenbar schon seit Monaten wegen Bauarbeiten Streit mit ihrem Opfer. Nach FFH-Informationen ging es wohl um nicht bezahlte Bauarbeiten, Ärger um die Qualität der Ausführung und auch Erpressung. Ein Einsatzleiter sagte zu FFH: "Es war  offenbar nur eine Frage der Zeit, bis das eskaliert."

Zeugen liefern Hinweis

Das Opfer ist ein 71 Jahre alter Mann, dem in Wiesbaden mehrere Häuser gehören. Am Sonntagmittag wurde Haftbefehl wegen Mordes gegen die zwei Tatverdächtigen erlassen. Tags zuvor hatte die Polizei den 24-Jährigen und dessen 53 Jahre alten Vater festgenommen, so ein Sprecher der Kriminalpolizei. Beide hätten zu der mutmaßlichen Tat geschwiegen. Zeugen hatten die Beamten im Laufe der Ermittlungen darauf hingewiesen, dass zwei Menschen das leerstehende Mehrfamilienhaus in der Innenstadt verlassen hatten.

Opfer starb durch stumpfe Gewalteinwirkung

Dort wurde Samstagfrüh in einer Wohnung in der Bärenstraße die Leiche entdeckt. Laut Obduktionsergebnis ist der Mann durch "stumpfe Gewalteinwirkung" ums Leben gekommen. Die Verletzungen waren nach Angaben der Polizei so heftig das der 71-Jährige nicht sofort identifiziert werden konnte. "Wer wie genau an der mutmaßlichen Tat beteiligt ist, können wir noch nicht genau sagen", sagte der Polizeisprecher. Der 71-Jährige soll kurz vor seinem Tod Bauarbeiten in der leerstehenden Wohnung verrichtet haben. Die beiden Männer mit türkischer Staatsangehörigkeit seien zunächst geflüchtet. Der 24-Jährige ist dem Sprecher zufolge auf dem Revier mit seinem Anwalt erschienen und hat behauptet, den älteren Mann getötet zu haben. Seinen Vater nahm die Polizei später am Samstagnachmittag im Stadtgebiet fest.

FFH-Reporter Andreas Kohl berichtet über den Fall

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