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Mainz: Priester bietet Jugendlichem Geld gegen Sex

Staatsanwaltschaft ermittelt - Priester bietet in Mainz Geld gegen Sex

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Symbolbild

Die Staatsanwaltschaft in Mainz ermittelt gegen einen Priester wegen versuchten sexuellen Missbrauchs. Der Geistliche aus dem Bistum Trier soll einem Jugendlichen am Mainzer Hauptbahnhof Geld gegen Sex geboten haben. Passiert ist das Ganze vor etwa vier Wochen, Anfangt September, bestätigt Oberstaatsanwalt Gerd Deutschler auf FFH-Nachfrage. Der Pfarrer sei vom Bistum mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden. Zuvor hatte der SWR über den Fall berichtet. 

Jugendlicher meldet Fall direkt bei Bundespolizei

Nachdem der Pfarrer dem 14 Jahre alten Jungen das unsittliche Angebot gemacht habe, sei der Jugendliche sofort zur am Hauptbahnhof ansässigen Bundespolizeistelle gelaufen. Die Beamten konnten den überraschten Priester noch vor Ort stellen. Der Geistliche habe laut Staatsanwaltschaft eine Aussage abgegeben. Ob er gestanden hat, das bleibt noch unter Verschluss. 

Kirchengemeinde über Beurlaubung im Gottesdienst informiert

Der Priester dürfe vorerst keine priesterlichen Dienste ausüben und sich nicht im Bereich seiner Pfarreigemeinschaft aufhalten. Das erfuhren laut SWR die Gläubigen am Wochenende über einen Briefe, der in Gottesdiensten vorgelesen wurde. Demnach dürfe der Priester keinesfalls den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen suchen.

Die kirchenrechtliche Untersuchung des Bistums ruhe derzeit, da die Staatsanwaltschaft Mainz ermittele. 

Donna Schwarz

Reporter
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