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Citybahn-Geschäftsführer unter Beschuss

Wegen Vergabe-Verstößen: - Citybahn-Geschäftsführer unter Beschuss

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Mit der sogenannten "Dialogbox" wirbt die Stadt schon länger für die Citybahn - hier Citybahn-Geschäftsführer Zemlin (vorne links) mit dem damaligen OB Sven Gerich (rechts)

Mehr als 1,6 Millionen Euro hat die Stadt Wiesbaden offenbar schon ausgegeben, um die Werbetrommel für die Citybahn zu rühren. Dazu kommen Rechtsberatungskosten von einer halben Million Euro. Und die Aufträge an Agenturen wurden freihändig vergeben- ohne Ausschreibung. Das sagt ein Revisionsbericht.

Kowol habe als ESWE-Aufsichtsratschef die Kosten nicht kontrolliert

Der Bürgerinitiative „Mitbestimmung Citybahn“ reicht es jetzt. Sie fordert dringend personelle Konsequenzen. Das hat uns Andreas Bausinger, einer der Sprecher, gesagt. Citybahn-Geschäftsführer Hermann Zemlin müsse abgesetzt werden. Und Verkehrsdezernent Kowol habe als ESWE-Aufsichtsratschef offenbar auch die Kosten nicht wirklich kontrolliert und müsse daher dieses Amt abgeben.

Bürgerinitiative glaubt fest daran, dass die Bürger zur Citybahn entscheiden können

Die Bürgerinitiative glaubt weiter fest daran, dass sich Oberbürgermeister Mende an sein Wahlkampfversprechen hält und spätestens im nächsten Sommer eine Befragung der Wiesbadener startet. Denn noch ist ja völlig offen, ob die Mehrheit überhaupt eine Citybahn will.

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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