Nachrichten > Wiesbaden/Mainz >

Keine Anklage gegen Gerich und Schüler

Fragwürdige Andalusien-Reise - Keine Anklage gegen Gerich und Schüler

© FFH/Hartmann

Hat gut Lachen: Wiesbadens Ex-OB Sven Gerich wird strafrechtlich wegen einer zweifelhaften Luxusreise mit dem Ex-Stadt-Holding Geschäftsführer Schüler nicht belangt 

Das Ermittlungsverfahren gegen den früheren Wiesbadener SPD-Oberbürgermeister Sven Gerich und den früheren Geschäftsführer der städtischen Holding, Ralph Schüler, ist eingestellt worden. Der Staatsanwalt sieht in einer gemeinsamen Luxus-Reise nach Andalusien keine Vorteilsnahme. Schüler hatte die Reise in einer Selbstanzeige publik gemacht.

Luxus-Reise war keine "Belohnung" für gut dotierten Posten

Es sah für Kritiker aus wie eine Belohnung von Schüler für Gerich, weil Schüler mit Zustimmung vom damaligen Stadtchef Gerich den bestens dotierten Job des Geschäftsführers aller städtischen Gesellschaften bekommen hatte. Kurz darauf ging es auf gemeinsame Luxustour nach Andalusien - und Schüler soll angeblich alles bezahlt haben. Dafür gibt es aber keine Anhaltspunkte, sagt der Staatsanwalt. Gerichs Aussage, er habe nach der Reise seinen Kostenanteil an Schüler gezahlt, sei nicht zu widerlegen.

Reise war angeblich lange vor Ernennung zum Geschäftsführer geplant

Die Reise sei im übrigen bereits lange vor der Ernennung Schülers zum Holding-Geschäftsführer geplant gewesen. Es gebe also keinen Zusammenhang zwischen der Reise und der Bestellung Schülers als Geschäftsführer. Schüler hatte nach seinem Rauswurf bei der Stadt-Holding unter anderem mit der Aufdeckung der Reise Gerich dazu gebracht, nicht mehr zur Wiederwahl als Oberbürgermeister anzutreten.

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

nach oben