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Razzia wegen Betrugs bei Intensivpflege

Auch in Hessen - Razzia wegen Betrugs bei Intensivpflege

© dpa

Symbolbild

Bei Ermittlungen zu Abrechnungsbetrug in Pflegediensten hat die Polizei ein Gebäude in Hessen durchsucht. Schwerpunkt aber waren Wohnungen und Büros in Berlin, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft in der Bundeshauptstadt mitteilten. Sieben von neun durchsuchten Orten, darunter drei Pflegedienste, befanden sich in Berlin. Auch in Bayern kam es zu einer Durchsuchung. Insgesamt waren 85 Beamte der Landeskriminalämter Berlin, Hessen und Bayern sowie der Staatsanwaltschaft Berlin im Einsatz.

Drei Menschen festgenommenen

Laut Polizei handelt es sich um Geschäftsführer oder Gesellschafter der Pflegedienste. Für sie lagen Haftbefehle vor. Den Durchsuchungen gingen demnach monatelange Ermittlungen gegen insgesamt sieben Beschuldigte wegen banden- und gewerbsmäßigen Abrechnungsbetrugs voraus. Die Behörden verdächtigen die Pflegedienste, mindestens seit Anfang 2017 nicht qualifizierte Personen als Intensivpfleger eingesetzt zu haben.

Schaden von geschätzt 6,3 Millionen Euro

Nach jetzigem Stand sei ein Schaden von 6,3 Millionen Euro entstanden, teilte die Polizei mit. Der Schaden könnte sich jedoch als größer herausstellen. Die Intensivpflege von Beatmungspatienten ist meist eine 24-Stunden-Betreuung, die monatlich die Krankenkassen im Schnitt 20 000 Euro pro Patient kostet.Im vorliegenden Fall sollen für Kräfte aus Osteuropa, vor allem aus der Slowakei, Zeugnisse gefälscht worden sein. Zwei nicht qualifizierte Pflegekräfte seien im Dienst aufgefunden und "aus der Versorgung" genommen worden, teilten die Behörden mit.

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