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Chemikalien an der US-Airbase Thema im Rathaus

US-Chemikalien gefährlich? - Dringlichkeitsantrag im Stadtparlament

© FFH/Hartmann

Sind bei den Tiefbauarbeiten für die neuen Gebäude des US-Army-Headquarters in Erbenheim die giftigen Substanzen aus Feuerlösch-Übungen ins umliegende Grundwasser geraten?

Neue Berichte über chemieverseuchte Böden und Gewässer am US-Flughafen Wiesbaden-Erbenheim sind jetzt  auch Thema im Stadtparlament. Die Rathaus-Kooperation aus CDU, SPD und Grünen will vom Magistrat wissen, wie gefährlich die Gifte für die Bevölkerung sind. Die Schadstoffe sollen aus Feuerlösch-Übungen auf dem Flugplatz stammen.

Bauern und Bio-Höfe in der Nachbarschaft machen sich Sorgen

Bauern und Anwohner in der Umgebung machen sich Sorgen – auch die landeseigene Domäne Mechthildshausen produziert in unmittelbarer Nachbarschaft Bio-Obst und -Gemüse. Zwar ist das Schadstoffproblem auf der Airbase seit Jahren bekannt – bisher hieß es aber: Die Gifte seien auf den Flughafen begrenzt.

Sind beim Bau des US-Headquarters die Gifte ins Grundwasser gelangt?

Jetzt wurden aber hohe Werte der sogenannten PFC-Chemikalien in Brunnen auf Nachbargrundstücken gemessen. Die großen Rathausparteien verlangen im Stadtparlament mit einem Dringlichkeitsantrag Aufklärung, wieso das passiert ist und was die Stadt oder die Amerikaner dagegen tun. Es könnte sein, dass beim Bau neuer Gebäude für das US-Army-Europe-Headquarter in Erbenheim durch Tiefbauarbeiten die Gifte ins Grundwasser gelangt sind, so eine Vermutung der Rathaus-Kooperation.

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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