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Pfitznerstraße wird nun doch umbenannt

Stadtparlament für neuen Namen - Pfitznerstraße wird doch umbenannt

© FFH/Hartmann

Soll umbenannt werden: Die Pfitznerstraße im Wiesbadener Stadtteil Eigenheim

Das Stadtparlament hat den Ortsbeiratsbeschluss von Nordost gekippt und beschlossen, der Pfitznerstraße nun doch einen anderen Namen zu geben. Auf Antrag des SPD-Fraktionschefs Hendrik Schmehl votierte eine Mehrheit dafür, die Straße anders zu benennen. Der Komponist Pfitzner hat sich in verschiedenen Schriften  judenfeindlich geäußert und in dem Zusammenhang unter anderem von einem "Rassenproblem" gesprochen.

Ortsbeirat hatte für Zusatzschilder gestimmt

Der Ortsbeirat Nordost hatte sich nach langer Debatte dafür ausgesprochen, die Straßenschilder mit Zusatz-Schildern zu versehen, die auf die problematischen Äußerungen des Komponisten hinweisen. So hat man es auch in Wien gemacht.

Kosten für Umschreibungen sollen von der Stadt getragen werden

Eine Mehrheit des Stadtparlaments war dagegen der Überzeugung, ein solcher Mann dürfe in Wiesbaden nicht mit einem Straßennamen geehrt werden. Die Straße soll einen neuen Namen bekommen. Die Kosten für Umschreibungen in Ausweisen oder Grundbucheinträgen soll die Stadt übernehmen. 

Ortsvorsteher Theo Baumstark ist sauer

Ortsvorsteher Theo Baumstark (CDU) ist mächtig sauer über den Beschluss des Stadtparlaments. Der Beirat habe sich lange mit dem Thema beschäftigt und am Ende gegen eine Umbenennung gestimmt. Das dies nun vom Stadtparlament vom Tisch gefegt wurde, macht ihn sauer - im FFH-Interview sagte er:

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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