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Hier kann man seinen Kaffee mit Bitcoin zahlen!

100% kontaktlos - Zahl einfach und sicher mit Bitcoin!

© FFH/ Eisenmann

Keine PIN-Eingabe, keine Stifte, kein Wechselgeld - mithilfe der Bitcoin-Bezahlung über einen QR-Code kann die Rechnung zu 100% kontaktlos durchgeführt werden. Wer es testen möchte: Das Co-Working-Café Heimathafen in der Wiesbadener Karlstraße startet heute den Test.

Wieder einmal kein Bargeld dabei oder keine Lust auf kiloweise Wechselgeld - bereits heute gibt es verschieden Methoden kontaktlos mit Karte oder Smartphone zu zahlen. In Wiesbaden ist das ab heute sogar mit Bitcoin möglich. Dank der Idee eines Frankfurter Start-Ups ist das ganze unkompliziert und vollkommen kontaktlos. 

Beim Einkaufen schnell und kontaktlos mit der EC-Karte bezahlen - gerade in Corona-Zeiten empfehlen praktisch alle Händler und Gastronomen die moderne Art des Geldtransfers. Im praktischen Beispiel ist das aber viel zu oft nur die halbe Wahrheit. Denn bei größeren Summen, in einigen Fällen gerade einmal über 20 Euro, müssen Käufer neben ihrer Karte zusätzlich einen PIN eingeben oder mit einem Stift unterschreiben, der minütlichen den Benutzer wechselt.

Motto: "digital statt viral"

Absolute Hygiene und 100% kontaktloses Bezahlen ist das nicht. Das haben sich auch die Vordenker von "Advanced Bitcoin Technologies" aus Frankfurt gedacht. Sie haben bereits in der Vergangenheit für den Online-Markt eine Bezahlmethode entwickelt, die sich auf die Kryptowährung Bitcoin stützt. Damit auch der Offline-Bereich von dieser Idee profitieren kann, haben die Finanzexperten rund um Dr. Yassin Hankir einen Weg entwickelt, damit auch der einfache Gastronom Kunden bedienen kann, die mit Bitcoin zahlen möchten.

Einfach QR-Code auf der Rechnung scannen und per Smartphone bezahlen

Der Vorteil: Kunden erhalten mit der Rechnung einen QR-Code, diesen können sie im Anschluss einfach mit dem Smartphone abscannen und bezahlen mit ihrem Bitcoin-Guthaben ihrer "digitalen Geldbörse". Der Händler erhält sein Geld in Euro, der Kunde kann den gesamten Vorgang mit seinem eigenen Gerät abschließen und kann dabei zu jeder Zeit einen Abstand halten. Alles was man dazu braucht ist eine Internetverbindung auf dem Smartphone, eine seriöse App fürs Bezahlen mit Bitcoin und ein Konto, das im Vorfeld mithilfe einer Kreditkarte aufgeladen wird.

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Um zukünftig mit Bitcoins zu bezahlen braucht es nicht viel, wie Dr. Yassin Hankir von Advanced Bitcoin Technologies erklärt:

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Kontaktlos, unkompliziert und schnell: Die Bitcoin-Bezahlung soll für alle einen Vorteil haben, verspricht Dr. Hankir.

Bitcoins: sicher und benutzerfreundlich

Dass beim Wort "Bitcoin" viele in Deutschland noch ein mulmiges Gefühl haben, das kann Hankir nachvollziehen: "Wir sind hier eben noch an das klassische Bankensystem gewöhnt. Aber zum heutigen Zeitpunkt nutzen hierzulande bereits mehr als sechs Millionen Menschen aktiv Bitcoin für unterschiedliche Zwecke". Zwar hänge man noch ein wenig zurück, aber vielleicht kann gerade der Digitalisierungsprozess, der durch die Corona-Krise einen Aufwind erlebt, einen wichtigen Anstoß geben. Wer es einmal ausprobiert, wird merken, dass sich das System kaum von den bisherigen Methoden unterscheidet. Auch, weil sich die Internetwährung in den letzten Jahren von einer revolutionären IT-Idee einer Hand voll "Nerds" zu einem benutzerfreundlichen System für Alle entwickelt hat. Und je mehr diese Methode anbieten, desto beliebter könnte es in Zukunft werden, da ist sich Hankir sicher.

"Heimathafen Wiesbaden" - kontaktlos, aber persönlich wie immer  

Gemeinsam mit dem Co-Working-Café "Heimathafen" in der Wiesbadener Innenstadt hat das Unternehmen heute mit den ersten Tests gestartet. Die Einrichtung hat das Start-Up kostenfrei übernommen, auch um den Gastronomen in dieser schwierigen Zeit unter die Arme zu greifen. Gewinn macht "Advanced Bitcoin Technologies" ausschließlich über den Wechselkurs zwischen Bitcoin und Euro (der liegt beispielsweise bei einem Cappuccino bei etwa zwei Cents).

„Ein kleines Stück normales Leben – das wollen wir unseren Gästen endlich wieder bieten. Aber natürlich möchten wir auch ein ansteckungsfreies und sicheres Gastro-Erlebnis ermöglichen – und das können wir durch das kontaktlose Bezahlen per Bitcoin noch besser“, sagt Dominik Hofmann, Geschäftsführer des heimathafen Wiesbaden.

Für die Betreiber des Cafés passt das System sehr gut in das eigene Konzept, wie Hofmann bestätigt: "Neben dem echten kontaktlosen Bezahlen testen wir gerade eine vollständig kontaktlose Bedienung. Die Getränkekarte kann digital vom Handy abgerufen werden, und auch die Bestellung kann über das Gerät stattfinden". Auch das in Corona-Zeiten vorgeschriebene Kontakt-Formular für alle Gäste wird über einen QR-Code am Eingang geöffnet und ausgefüllt. Auf diesem Weg können die Café-Besitzer auch die maximale Auslastung im Auge behalten. "Für die klassischen Kunden bieten wir natürlich auch weiterhin unsere Karte und das Bezahlen mit Bargeld an". 

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Mit Innovationen der Krise begegnen: Für das Co-Working-Café Heimathafen ist die neue Bezahlmethode eine ideale Ergänzung für das kontaktlose Konzept in der Coron-Zeit.

Robin Eisenmann

Reporter
Robin Eisenmann

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