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Saubere Luft in Städten - aber nicht mehr lange

Saubere Luft in den Städten - Verkehr nimmt aber wieder zu

In Hessens Städten ist die Luft so sauber wie lang nicht mehr. Im Shut-Down gingen die Stickoxidwerte drastisch zurück, im Durchschnitt um 35 Prozent. Drohende Dieselfahrverbote werden wohl trotzdem nicht vom Tisch sein, fürchtet auch Hessens Umweltministerin Priska Hinz. 

Im Vergleich zu der Zeit vor dem Corona-Lockdown sind die Verkehrszahlen im Mittel um etwa 30 bis 30 Prozent zurückgegangen. Der Verkehr nimmt aber jetzt wieder stark zu. Möglicherweise werden am Ende mehr Autofahrer unterwegs sein, als mehr vor Corornazeiten. Denn viele meiden derzeit Bus und Bahn, aus Angst vor Ansteckung, so Hinz. 

Home-Office erhalten 

Die grüne Ministerin appelliert an die  Arbeitgeber, die Homeoffice-Arbeitsplätze zu erhalten. Und sie setzt  darauf, dass diejenigen, die  auf´s  Rad umgestiegen sind, bei der Stange bleiben. Sie kündigte an, bei Anschaffung eines Lastenrads wird es bald einem Familien-Zuschuss geben. Details nannte Hinz dazu noch nicht.

Moore gegen Treibhaus

Beim Shut Down verbesserte sich die Treibhausbilanz, kurzfristig ergab sich eine Einsparung von fünf Prozent (zirka 742.000 Tonnen). Dadurch werde sich aber keine nachhaltige Umweltwirkung entfalten, so Hinz. Die Umweltministerin will 60 Moore in Hessen rekultivieren lassen, als natürlichen CO2 Speicher. Obwohl Moore nur drei Prozent der Erdoberfläche bedecken, speichern sie rund 30 Prozent des erdgebundenen Kohlenstoffs. 

Konrad Neuhaus

Reporter
Konrad Neuhaus

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