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"Sirup" war Drogenersatzstoff: 16-Jähriger stirbt

Prozess in Bad Kreuznach - 16-Jähriger stirbt an angeblichem "Sirup"

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Symbolbild

Weil sie ein gefährliches Medikament als harmlosen "Waldmeister-Sirup" gekennzeichnet hat, soll eine 54-jährige Drogenabhängige einen 16-Jährigen getötet haben. Sie steht seit heute in Bad Kreuznach vor Gericht. Der Heroin-Ersatzstoff Polamidon stand bei der Angeklagten im Kühlschrank – sie hatte "Waldmeister-Sirup" draufgeschrieben. Bei einer Party ihres Sohnes vergiftete sich ein 16-Jähriger damit und starb.

Auch andere Partygäste nippten an dem gefährlichen Mittel und übergaben sich

Die Angeklagte soll bei der Party dabei gewesen und allen gesagt haben, sie könnten sich "überall bedienen, auch im Kühlschrank". Der 16-Jährige soll dann mehrfach aus der Flasche getrunken haben - am nächsten Tag war er tot. Andere Jugendliche nippten wohl nur daran und übergaben sich später. Eine der Partyteilnehmerinnen fragte angeblich die 54-Jährige sogar, was denn in der Flasche sei - und sie habe daraufhin gesagt, es handele sich nur um Waldmeistersirup.

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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