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JVA-Beamtin schickte Nacktfotos an Gefangenen

JVA Beamtin entlassen - Sie schickte Nacktfotos an Gefangenen

© dpa

Symbolbild

Eine Beamtin einer Justizvollzugsanstalt (JVA), die über mehrere Monate eine Liebesbeziehung zu einem Gefangenen eingegangen war und ihm dabei mehrere Nacktfotos von sich übersandt hatte, muss entlassen werden. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.

Im Dezember 2017 wurden bei einer Postkontrolle zahlreiche Briefe gefunden, die eine Justizvollzugsbeamtin mit einem damaligen Gefangenen ausgetauscht hat, sowie mehrere Nacktfotos von ihr. Damit habe sie gegen das Zurückhaltungsgebot (Distanzgebot) verstoßen.

Pikante Briefe und Nacktfotos

Die Beamtin war eine Liebesbeziehung zu einem Gefangenen eingegangen. Unter falschen Namen schrieb sie Briefe. Hier offenbarte sie  ihre sexueller Vorlieben und Phantasien.  Auch schickte sie Nacktfotos von ihr. Auch hatte die Beamtin ein Armband und ein T-Shirt des Gefangenen unerlaubt mit nach Hause genommen. Der Amtsleitung verheimlichte sie die Beziehung. Mit diesen Verhaltensweisen habe sie ein schweres Dienstvergehen begangen. Damit sei sie untragbar für den öffentlichen Dienst.

Sie hat sich erpressbar gemacht

Sie habe aus eigensinnigen Motiven verantwortungslos eine Gefährdungslage für den Strafvollzug geschaffen. Indem sie dem Gefangenen Nacktaufnahmen von sich überlassen habe, habe sie sich in erheblicher Weise erpressbar gemacht. Selbst nachdem der Gefangene verlegt und das Disziplinarverfahren eingeleitet worden sei, habe sie über Dritte versucht, ihre Beziehung zu dem Gefangenen aufrechtzuerhalten. 

Konrad Neuhaus

Reporter
Konrad Neuhaus

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