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Kein Dieselfahrverbot in Mainz

Kein Dieselfahrverbot in Mainz - dafür Tempo 30 auf der Rheinachse

Die Landeshauptstadt Mainz will heute auf ein Dieselfahrverbot auf der Rheinachse verzichten. Verkehrsdezernentin Katrin Eder: „Vor dem Hintergrund gesunkener Belastungen von Stickoxid-Werten sowie durch die Einführung von Tempo 30 auf der Rheinachse zum 1. Juli  als auch der weiteren Maßnahme ,Umweltspur‘ wird das  angekündigte Fahrverbot aus dem Luftreinhalteplanes gestrichen."

Auf der Rheinachse ist  eine „Umweltspur“ für Busse, Taxen und Radfahrer geplant, um die Belastungen mit Schadstoffen - gerade am „Hotspot Rheinallee/Ecke Kaiserstraße“ - weiter zu reduzieren.  „Einbußen für den Verkehrsfluss sind dadurch ausdrücklich nicht zu erwarten und wir schaffen dennoch ein Angebot für den Umweltverbund“, betont Verkehrsdezernentin Eder. Der erste Teil der Umweltspur werde mit Ummarkierungen ab Herbst 2020 etabliert, um sie in 2021 von der Kaiserstraße bis zur Quintinsstraße durchgehend einzuführen. Durch das damit verbundene Abrücken des Verkehrs von der direkten Wohnbebauung stünden weitere Schadstoffreduktionen zu erwarten.

Zudem, so Eder weiter, erfolge durch intelligente Ampelschaltungen eine striktere „Pförtnerung“ des stadteinwärts fließenden Verkehrs in sensiblen Bereichen. Einfahren können nur noch so viele Fahrzeuge, wie es der verkehrlichen Leistungsfähigkeit zuträglich ist. Ein „Zulaufen“ der Innenstadt mit Fahrzeugen soll damit gesteuert und vermieden werden.

Das Verwaltungsgericht Mainz hat der Landeshauptstadt  zu einem möglichen Dieselfahrverbot verurteilt, falls die  NO2-Werte nicht sinken.

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Konrad Neuhaus

Reporter
Konrad Neuhaus

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