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Ausbildungsbereitschaft trotz Corona

Trotz Corona - Hessens Firmen wollen ausbilden

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Die Ausbildungsbereitschaft der hessischen Unternehmen trotzt Corona: 92 Prozent der ursprünglich vorgesehenen neuen Ausbildungsplätze bleiben geplant. Lediglich 2 Prozent der Betriebe haben wegen Corona neue Ausbildungsverträge wieder gelöst. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) in Wiesbaden veröffentlicht hat. 

„Ausbildungsbereitschaft und Übernahmequote der hessischen Betriebe bleiben hoch. 61 Prozent der IHK-Ausbildungsbetriebe wollen in diesem Krisenjahr alle Azubis übernehmen. Ein wichtiges Signal, das Mut macht. Auch während und nach der Krise bleiben Fachkräfte gefragt“, sagte Dr. Brigitte Scheuerle, Sprecherin Berufliche Bildung beim HIHK.

Corona verändert den Ausbildungsalltag

Der Ausbildungsalltag in den Betrieben ist gemäß der Umfrage von der Corona-Krise vergleichsweise wenig betroffen. Für gut zwei Drittel der Azubis läuft die Ausbildung normal im Betrieb weiter. In 43 Prozent der Betriebe befinden sich die Azubis gelegentlich im Homeoffice oder arbeiten mobil.

Berufsorientierung dauert länger

Neue Verträge für das Ausbildungsjahr ab September kommen deutlich später zustande als sonst. Zum 1. Juni haben die hessischen IHKs im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von fast 23 Prozent auf gut 9.100 Verträge gezählt.

„Der Verzug bei neuen Ausbildungsverträgen hängt vor allem mit der allgemeinen Verunsicherung und der massiv erschwerten Berufsorientierung zusammen.

Zudem haben 12 Prozent der Ausbildungsbetriebe ihre Bewerbungsgespräche verschoben. Angesichts der Verzögerung des Bewerbungsjahres sollte die Landesregierung prüfen, ob Berufsschulen später ins neue Schuljahr starten können“, forderte Dr. Scheuerle.

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