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Wiesbadener Kampfsportler bangen um WM-Chance

Budo-Schule Wiesbaden - Platzt der WM-Traum wegen Corona?

© dpa

Bilder, auf die Kampfsport-Freunde in diesem Jahr corona-bedingt erst einmal verzichten müssen. Ob für die Athleten der Budo-Schule-Wiesbaden in diesem Jahr noch der WM-Traum wahr wird, ist fraglich (Symbolbild).

Die Budo-Schule für Taekwondo in Wiesbaden-Bierstadt – sie kann sich für die asiatischen Kampfsportarten Taekwondo und Ju-Jutsu aktuell als ein echtes Leistungszentrum in Deutschland bezeichnet werden. Denn mit insgesamt sieben Sportlern stellt die Schule praktisch ein Viertel des gesamten Nationalkaders für die kommende Weltmeisterschaft.

WM in Dänemark fällt Corona zum Opfer

Schade nur, dass die WM in Dänemark wegen Corona vorerst abgesagt wurde. Ein herber Dämpfer für die Schüler von Cheftrainer und Schulleiter Kai Müller. Ob die WM einfach im nächsten Jahr nachgeholt werden kann, oder ob sie komplett ausfallen muss, ist bislang unklar. "Momentan sieht es nicht so aus, als könnte die WM stattfinden", so Müller, der selbst in seiner Altersgruppe für die Meisterschaft nominiert ist. 

Nominierungen gefährdet

Besonders bitter sei die aktuelle Situation aber für die Kinder und Jugendlichen im Verein, denn die Aufteilung der Wettkämpfe findet traditionell in unterschiedlichen Altersgruppen statt. Überschreiten sie die Grenze, verfällt die Nominierung und die gesamte Vorbereitung war umsonst. Für die jungen Sportler könnte es demnach die einzige Chance gewesen sein, einmal bei einer Weltmeisterschaft teilzunehmen, erklärt der Schulleiter im FFH-Interview:

© FFH/ Eisenmann

Große Enttäuschung bei Schülern

Die Wiesbadener Schüler trainieren täglich mehrfach und haben auch in der Corona-Pause ihr Programm von Zuhause aus mit Hilfe von Online-Kursen und Tutorials weitergeführt. Ob sie trotzdem bei einer WM im Taekwondo oder Ju-Jutsu auflaufen können, ist zweifelhaft - Einen Ersatztermin hat der Verband noch nicht präsentiert. 

Robin Eisenmann

Reporter
Robin Eisenmann

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