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Wiesbaden: Master-Plan für die Fußgängerzone

Master-Plan Fußgängerzone - Wiesbaden will Einzelhandel stärken

© dpa

Wochenlang geschlossene Türen und Null Umsatz - die Corona-Pandemie hat das Geschäftsleben in der Wiesbadener Fußgängerzone mitten ins Herz getroffen. Sorgten die Belastungen durch Online-Handel, demographischen Wandel und ein verändertes Kundenverhalten schon vorher für schwache Geschäfte, hat Corona die Situation für Einzelhändler noch einmal verschlechtert.

 Online-Handel und Corona belasten das Geschäft vor Ort

Neben fehlender Kaufkraft durch Kurzarbeit vermisst man in Wiesbaden auch Tagestouristen und Kongressbesucher, die in der Fußgängerzone für Beschäftigung gesorgt haben. Um in Zeiten der Krise jetzt die dringend benötigte Wende zu schaffen, hat das Wirtschaftsreferat der Landeshauptstadt einen Maßnahmenkatalog vorgelegt. Neben Sofortmaßnahmen finden sich hier auch Forderungen für die Fußgängerzone.  

Wirtschaftsdezernent Franz: "Müssen alles tun, um Kaufkraft in die Stadt zurückzuholen"

„Eine vitale und attraktive City gibt es nur mit hoher Publikumsfrequenz und hoher Kaufkraft aus der Stadt und dem Umland. Daher müssen wir alles tun, um die Kaufkraft zu binden bzw. wieder in die Stadt zurückzuholen und unsere Innenstadt entsprechend attraktiv zu halten. Dazu gehören viele Faktoren, wie ein ausgewogener Branchenmix, attraktive Gastronomieangebote, familienfreundliche Aufenthaltsqualität, die gute Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln, das ungehinderte Parken zu verträglichen Preisen, die Sauberkeit und die Sicherheit wie auch eine weiter zu forcierende Belebung durch verschiedene Aktionen – natürlich immer im Rahmen der aktuell geltenden Verordnungen“, so Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz zur Fußgängerzone. 

So könnten lange "Shopping-Abende" die ausgefallenen verkaufsoffenen Sonntzage auffangen, oder durch unbürokratische Hilfen Plätze für Gastronomien und Schausteller geöffnet werden. Ebenfalls gefordert: Die Einbeziehung der Immobilieneigentümer zur Nutzung leerstehender Geschäftsräume, auch für Pop-Up-Stores. „Mit dem Masterplan soll ein Konzept mit hoher Umsetzungsorientierung vorliegen, dass die Innenstadt attraktiver, zukunftsfähig und konkurrenzfähig macht“, so Dr. Franz zu seinem Ziel. „Wir brauchen einen verpflichtenden Maßnahmenkatalog für die Nach-Corona-Zeit.“

 

Robin Eisenmann

Reporter
Robin Eisenmann

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