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THW und Lidl retten Feuerwehr-Ausbildung

Feuerwehr Wiesbaden - THW und Lidl unterstützen Ausbildung

© Berufsfeuerwehr Wiesbaden

Die Nachwuchskräfte der Wiesbadener Feuerwehr nutzen aktuell das leerstehende Möbelhaus an der Mainzer Straße für ihr Training.

Sie sollen im Notfall Leben retten, doch um ein Haar wäre die Ausbildung von 14 Nachwuchskräften der Feuerwehr ins Wasser gefallen. Fand Auswahlverfahren und die Unterzeichnung der Ausbildungsverträge bereits Ende des letzten Jahres statt, bremste die Corona-Pandemie die Vorbereitungen zum Ausbildungsstart im April komplett aus.

Theorie pauken im Home-Office

Dass die Azubis trotzdem pünktlich mit der Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst beginnen konnten, lag neben den Anstrengungen der Landeshauptstadt auch am Wiesbadener Kreisverband des Technischen Hilfswerkes (THW) und der Supermarkt-Kette Lidl. Lernten die angehenden Feuerwehrkräfte zunächst mit Lernmaterial in den eigenen vier Wänden, zog der Ausbildungsbetrieb in kürzester Zeit aus den Hallen der Berufsfeuerwehr 2 in die Räumlichkeiten des THW an den Siegfriedring 1.

THW pflegt Gastfreundschaft

Das Gelände am Siegfriedring bot neben ausreichend Stellplätzen für Großfahrzeuge, auch die Infrastruktur, die für den Ausbildungsdienst notwendig ist. Als Schulungsmöglichkeiten wurden dem Grundausbildungslehrgang der THW-eigene Lehrsaal und Stabsraum zur Verfügung gestellt. Die praktischen Ausbildungsthemen konnten auf dem geräumigen Außengelände stattfinden. Auch die Mittagsverpflegung konnte, dank der Bereitstellung einer großen und sehr gut ausgestatteten Küche, in Eigenregie realisiert werden. 

Altes Möbelhaus wird Übungsgelände

Um die praktische Ausbildung der zukünftigen Einsatzkräfte möglichst realitätsnah gestalten zu können, wurde parallel nach Übungsobjekten gesucht. Fündig wurde man in unmittelbarer Nähe des Ausweichsitzes beim THW. In der Mainzer Straße befindet sich ein nicht mehr genutztes Möbelhaus mit mehreren Gebäudeteilen, das sich im Besitz von Lidl Deutschland befindet. Das Unternehmen war nach Kontaktaufnahme zügig bereit das Grundstück der Feuerwehr Wiesbaden für Übungszwecke zur Verfügung zu stellen. Das Objekt besteht aus einem Lager, einem Verkaufs- und einem Verwaltungsgebäude, sodass eine Vielzahl von Einsatzszenarien unter sehr realistischen Bedingungen trainiert werden können.

„Die Feuerwehr ist immer wieder auf Unternehmen und Privatleute angewiesen, die entsprechende Objekte zur Verfügung stellen. So können wir unsere Auszubildenden optimal auf die Realität vorbereiten. Eine solide, realitätsnahe Ausbildung kann im Ernstfall Leben retten“, so der kommissarische Amtsleiter Johannes Mumbauer. Aufgrund der rückläufigen Entwicklungen der Fallzahlen und der damit einhergehenden Lockerungen konnte der Grundausbildungslehrgang Mitte Juni dann doch auf die Feuerwache 2 umziehen. In einem Hygienekonzept wurden strikte Regelungen getroffen, so dass eine Durchmischung mit der diensthabenden Wachmannschaft, ausgeschlossen ist. Das Übungsobjekt in der Mainzer Straße wird weiterhin genutzt.

Robin Eisenmann

Reporter
Robin Eisenmann

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