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Feuerschalen: Was ihr über den Trend wissen müsst

Für gemütliche Stunden am Feuer - Was ihr über Feuerschalen wissen müsst

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Wenn abends beim Lüften ein zarter Röstgeruch bei in die Wohnung zieht, grillt ihr Nachbar vielleicht - oder er macht es sich gerade an einer Feuerschale gemütlich. Seit einigen Jahren sind diese großen Schalen, in denen man Holzscheite anzündet, auch bei uns sehr beliebt. Dabei ist die Tradition schon ziemlich alt: Sogar die Römer haben sich bereits an Feuerschalen gewärmt! Doch wo dürfen wir die Schalen eigentlich verwenden? Auch auf dem eigenen Balkon? Und wie schaffen wir es, dass es dabei möglichst wenig qualmt?

Einer, der sich mit Feuerschalen auskennt, ist Klaus Attenberger, der einen Online-Shop mit Feuerschalen führt. Im Gespräch mit FFH-Moderatorin Evren Gezer hat er Tipps für die perfekte Feuerschale gegeben.

Was ist das Besondere an einer Feuerschale?

Warum sich auch viele Hessen eine Feuerschale zugelegt haben, ist klar: Die tolle Atmosphäre im Garten! Und am eigenen Feuer kann man nicht nur schön beisammensitzen, sondern auch Stockbrot backen. Auch für den Profi ist das gemütliche Ambiente der Feuerstelle unschlagbar.

„Wie ein Kaminofen im Winter“

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Kann ich die Schale auf jeden Boden stellen?

Wer sich eine eigene Feuerschale für den Garten kauft, sollte dennoch ein paar Aspekte beachten. Davon, eine Schale einfach irgendwo auf den Rasen zu stellen, rät der Experte ab. Denn der Untergrund für die Schale ist wichtig und muss unbedingt feuerfest sein.

„Ein nicht brennbarer Untergrund ist unabdingbar“

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Auf dem Rasen hat die Schale also eigentlich nichts zu suchen. Viel besser sind Pflastersteine oder ein Schotterbeet, sagt Attenberger. Wer seine Feuerschale dort abstellt, hat nichts zu befürchten. Auch Holzböden sind okay, aber nur dann, wenn ihr das Feuer nicht zu oft entzündet.

"Pflastersteine und Schotterbeete eignen sich gut"

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"Holzböden sind nicht ideal"

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Welches Material eignet sich für die Schale?

Auch bei dem Material der Schalen gibt es viel Auswahl: Soll sie aus Stahl, lackiert, Gusseisen oder Edelstahl sein? Für unseren Experten Attenberger ist die Entscheidung klar: Wer eine Schale möchte, die lange hält und auch nach Jahren noch gut aussieht, sollte zu einem Modell aus Edelstahl greifen. Modelle aus Stahl und Gusseisen dagegen entwickeln mit der Zeit eine gewisse Patina-Optik. Ob man den rostigen Look mag oder nicht, ist einfach Geschmacksache. Nur von lackierten Feuerschalen rät Attenberger strikt ab: „Es gibt de facto keinen Lack, der die Hitze von Rotglut abkann“.

"Wenn es auf ewig aussehen soll wie am ersten Tag, bleibt nur Edelstahl"

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Wie teuer eine Feuerschale ist, hängt natürlich auch von deren Größe ab. Grundsätzlich sind in Deutschland Schalen erlaubt, die einen Durchmesser von weniger als einem Meter haben. Diese Schalen dürfen ohne Genehmigung verwendet werden. Damit auch die Qualität stimmt, sollte man mindestens 60-100 Euro für eine Schale ausgeben. Von günstigeren Exemplaren rät Attenberger ab. „Da verbiegt sich schnell das Blech“, erzählt er.

"Mindestens 60 bis 100 Euro sind nötig"

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Darf ich die Feuerschale auch auf meinem Balkon benutzen?

Du hast keinen eigenen Garten, möchtest aber trotzdem an lauen Abenden um ein Feuer herumsitzen? Grundsätzlich sind Feuerschalen auch auf dem Balkon erlaubt. Wenn ihr in einem Mehrfamilienhaus wohnt, solltet ihr aber vorher einen Blick in die Hausordnung werfen. Denn wenn Grillen auf dem Balkon verboten ist, dürft ihr auch keine Feuerschalen benutzen. Ist Grillen bei euch allerdings erlaubt und euer Balkon ist groß genug und weit genug von den Nachbarn entfernt, dann steht dem gemütlichen Abend am Feuer nichts im Weg.

"Ein Blick in den Mietvertrag ist wichtig"

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Was kann ich tun, damit es nicht so qualmt?

So schön es auch ist, um ein stimmungsvolles Feuer zu sitzen, so unbeliebt sind Feuerschalen häufig in der Nachbarschaft. Denn manchmal qualmt es schon gewaltig oder riecht sehr verbrannt. Dabei muss das gar nicht sein! Mit dem Tipp von unserem Experten funktioniert das Feuer auch mit weniger Qualm. Ganz wichtig: Trockenes Holz und möglichst kleine Holzstücke verwenden, damit es eine weniger starke Rauchentwicklung gibt. Feuerschalen in Kaminoptik helfen dagegen kaum gegen Rauch und Qualm, sagt Attenberger.

"Wenn das Holz feucht ist, raucht es gewaltig"

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Verschiedene Varianten

Feuerschale ist nicht gleich Feuerschale: Form und Design sind keine Grenzen gesetzt. Wer über eine kleine Feuerstelle im Garten, auf dem Balkon oder der Terasse nachdenkt, sollte auch nach dekorativen Feuerkörben, Feuersäulen oder Feuertonnen Ausschau halten. Hier findet ihr eine kleine Auswahl der unterschiedlichen Modelle. 

Nicole Seliger

Autorin
Nicole Seliger

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