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Merkwürdige Stechfliegen in Hessen unterwegs

Können Krankheiten übertragen - Merkwürdige Stechfliegen sind unterwegs

© FFH/Olaf Brinkmann

Der Wadenstecher sieht zwar harmlos aus, kann aber über seinen Stich Krankheiten übertragen. 

Fliegen stechen doch gar nicht. Falsch gedacht! In Hessen sind nämlich merkwürdige Stechfliegen unterwegs, die Menschen gerne in die Wade beißen. FFH-Reporter Olaf Brinkmann hat es auch erwischt. Er erzählt, warum mit den kleinen Plagegeistern nicht zu spaßen ist. 

Das Fiese ist, dass die Stechfliege einer Stubenfliege zum verwechseln ähnlich sieht. Daher kann man sie kaum unterscheiden, es sei denn sie sticht - und das besonders gerne in die Wade. Daher heißt sie auch Wadenbeißer. Und der Stich tut richtig weh, wie Olaf erzählt: "Ich saß im Esszimmer und dachte an nichts böses. Weil wir auf dem Land wohnen, waren ein paar Fliegen im Raum und da setzt sich eine auf mein Bein und geht nicht mehr weg."

Beim Versuch sie mit der Hand zu vertreiben, sei diese aber besonders standhaft gewesen. "Als ich mit der Hand drüber gegangen bin, ist sie nicht weg geflogen. Da dachte ich noch, das ist vielleicht eine alte Fliege oder es geht ihr nicht gut - und zack sticht sie zu. Das tat fast so weh wie bei einer Pferdebremse."  Noch während die Fliege zustach, holte unser Reporter schnell sein Handy raus und fotografierte die Fliege.

Wadenbeißer können Borreliose übertragen

Im Nachhinein, sagt er, hätte er den Wadenbeißer aber lieber gleich vertrieben, denn die Fliegen können auch Krankheiten wie Borreliose übertragen. "Besser ist es, dafür zu sorgen, dass sie gar nicht erst zustechen. Das Gute ist aber, dass die Stechfliegen nicht die besten Reflexe haben. Also wenn man schnell ist, kriegt man sie." 

Wer dennoch von einem Wadenbeißer gestochen wurde, sollte die Einstichstelle im Auge behalten. Wenn es sich entzündet oder anschwillt, sollte ein Arzt unbedingt aufgesucht werden. 

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