NachrichtenMagazin >

FFH-Kinotipp: Greenland

Der FFH-Kinotipp: Greenland - Knackiger Katastrophenfilm

Im Kino geht wieder die Welt unter.  Action-Institution Gerard Butler muss seine Familie retten. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Dieses Chaos hat Größe. „Greenland“ ist ein knackiger Katastrophenfilm – deutlich überm Durchschnitt.

Zehn Euro kostet unser Kinoticket, neun ist es wert.

Ein Kometenhagel rast auf die Erde zu. Schnell ist klar: Was nach ersten Berechnungen am Planeten vorbeischrammt, ist ein globaler Killer. Bauingenieur John (Butler) scheint Glück zu haben: Er bekommt mit seiner Fast-Exfrau und seinem kleinen Sohn Bunker-Plätze zugeteilt – in Grönland, daher der Filmtitel. Aber nichts läuft nach Plan in diesem Endzeit-Szenario. Vor dem rettenden Flug wird die Familie getrennt und erlebt eine herzzreißende Odyssee voller Panik und Gewalt. Und es kommt immer noch schlimmer.

„Greenland“ könnte ein Standard-Weltuntergang sein. Aber er packt uns mehr, als manch andere Butler-Katastrophe wie „Geostorm“ oder arg glatte Emmerich-Desaster wie „2012“. Dicht bleibt der Film bei seinen drei überzeugenden Hauptdarstellern und lässt uns mit ihnen hoffen und leiden. Ihnen bleibt genauso wenig Zeit zum Luftholen, wie uns im Kinosessel. Das große Drama spiegelt sich in ihren Gesichtern. John kann und will nicht die Welt retten. Nur seine kleine Familie. Das geht ohne Helden-Gedöns und markige Sprüche.

Für einen Blockbuster im besten Sinne setzt das Zwei-Stunden-Drama überraschend wenig auf aufgepumpte Spezialeffekte. Das liegt am verhältnismäßig kleinen Budget von angeblich 35 Millionen Dollar. Natürlich gibt’s trotzdem gewaltige Druckwellen, brennenden Himmel und explodierende Flugzeuge. Optisch ist das nicht immer überzeugend, lässt aber seinen Figuren mehr Raum für ihre inneren Konflikte.

Für Action-Fans ist „Greenland“ ein echtes Highlight während dieser Saure-Gurken-Zeit im Kino.

Volker Willner

Reporter
Volker Willner

nach oben