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Kinderkrankentage: Die wichtigsten Infos dazu

Kinderkrankentage 2021 - Die wichtigsten Fragen beantwortet

© dpa

Viele Eltern haben wegen des Schul- und Kita-Lockdowns ein akutes Betreuungsproblem. Zur Entlastung wird die Zahl der Kinderkrankentage in diesem Jahr verdoppelt. Wir beantworten euch hier die wichtigsten Fragen zu den Kinderkrankentagen.

Wie viele Kinderkrankentage gibt's 2021?

Die Zahl hat sich von 10 auf 20 verdoppelt. Für Alleinerziehende sind 40 statt 20 Kinderkrankentage möglich. Elternpaare oder Alleinerziehende mit zwei Kindern haben Anspruch auf maximal 80 Kinderkrankentage. Bei mehr als zwei Kindern erhöht sich der Anspruch auf maximal 90 Tage. 

Darf das komplette Kontingent bei Schul- und Kitaschließungen genutzt werden?

Ja. Das Kontingent darf zur Betreuung kranker Kinder verwendet werden, oder aber wenn Kitas und Schulen komplett geschlossen sind, wenn die Präsenzpflicht aufgehoben ist oder der Zugang zu Schule oder Kita eingeschränkt ist. 

Wer hat Anspruch auf Kinderkrankentage?

Anspruch auf Kinderkrankentage haben nur gesetzlich Versicherte. Um den Anspruch geltend zu machen, reicht eine Bescheinigung der Kita oder der Schule, die bei der Krankenkasse eingereicht werden muss. Voraussetzung ist, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann.

Ab wann gilt die Neuerung?

Die Neuerung soll rückwirkend ab dem 5. Januar 2021 in Kraft treten. 

Wie alt darf das Kind höchstens sein?

Um den Anspruch geltend zu machen, darf das zu betreuende Kind nicht älter als 12 Jahre alt sein. Bei Kindern mit Behinderung gilt der Anspruch auch übers 12. Lebensjahr hinaus. 

Was ist neu?

Neu ist, dass die Extra-Tage nicht nur bei geschlossenen Schulen und Kitas genutzt werden können, sondern auch, wenn lediglich die Anwesenheitspflicht ausgesetzt ist oder der Zugang zur Kita eingeschränkt wurde. Außerdem, wenn Eltern lediglich gebeten wurden, ihre Kinder nicht in die Kita zu bringen. Das Kinderkrankengeld können demnach auch Eltern beantragen, die theoretisch im Homeoffice arbeiten könnten.

Wie hoch ist das Kinderkrankengeld?

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt 90 Prozent des Nettomonatseinkommens.

Was ist die staatliche Entschädigungszahlung?

Der Staat zahlt in diesem Fall über den Arbeitgeber 67 Prozent Lohnersatz; maximal 2016 Euro pro Monat. Kinderkrankengeld und staatliche Entschädigung gleichzeitig gibt es aber nicht. Wenn ein Elternteil Kinderkrankengeld beansprucht, ruht in dieser Zeit für beide Elternteile der Anspruch auf die staatliche Entschädigungszahlung.

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