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Whatsapp-Alternativen unter der Lupe

Signal, Threema & Co. - WhatsApp-Alternativen unter der Lupe

Whatsapp ist bei Nutzern zwar immer noch der beliebteste Messenger, doch mit Signal oder Threema gibt es auch sinnvolle Alternativen.

Die beliebte Messenger-App WhatsApp hat am 4. Januar 2021 seine Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien geändert. Zum 15. Mai 2021 wurden diese gültig und Nutzer müssen seitdem zustimmen, um die App nutzen zu können. Dabei geht um die Verwendung von Nutzerdaten innerhalb des Facebook-Konzerns. Für viele User ein Grund über den Wechsel zu einer anderen Anwendung nachzudenken. Mit Signal, Threema und Co. gibt es auch sinnvolle Alternativen in den App-Stores.

Threema: Anonym nutzbarer Messenger

Während WhatsApp mit seinem Mutterkonzern Facebook bereits seit 2016 Daten wie Profilbild, Handynummer oder Adressbücher austauscht, ist Threema völlig ohne personenbezogenen Daten nutzbar.

Das Schweizer Unternehmen verspricht, dass Kommunikation, Telefonate und Videocalls jederzeit verschlüsselt zwischen den Nutzern übertragen werden. Eine Telefonnummer ist für die Anmeldung beispielsweise nicht erforderlich. Die App vergibt stattdessen eine zufällige Threema-ID. Dadurch soll es für den Betreiber und Dritte unmöglich sein, mitzulesen oder Daten auszuwerten. Threema ist laut eigener Angaben zudem DSGVO-konform.

Mit der Anwendung lassen sich klassische Textnachrichten versenden, Fotos, Videos und Standorte austauschen. Die App gibt es für knapp 4 Euro für iOS und Android. 

Im Video: Das Versprechen von Threema

Signal: Edward Snowdens erste Wahl

Die kostenlose App Signal gibt es für Android- und iOS-Geräte und ist laut dem ehemaligen CIA-Mitarbeiter und Datenschutz-Aktivist Edward Snowden die Anwendung erster Wahl, wenn es um Privatsphäre geht. Konkret bietet Signal eine sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die quelloffen entwickelt wird. Das bedeutet, dass nur die Kommunikationspartner Gespräche entschlüsseln können. Dritte können nicht auf die Daten zugreifen.

Signal bietet ein Ablaufdatum für Nachrichten an. Ältere Konversationen werden so nach einer gewissen Zeit sicher gelöscht. Bedenkt aber trotzdem, dass euer Gesprächspartner die selbstlöschenden Nachrichten trotzdem beispielsweise per Bildschirmaufnahme speichern kann. Die Anmeldung erfolgt wie bei Whatsapp mit der Telefonnummer. 

Mit dem kostenlosen Messenger für Mobilgeräte, Tablets und auch auch den Desktop lassen sich wie bei Whatsapp Textnachrichten verschicken, Telefonate und Videocalls führen. Animierte Gifs und Reaktionen wie bei Facebook gibt es zudem. 

Nach der Ankündigung der AGB-Änderungen von Whatsapp hat Signal einen starken Zuwachs verzeichnet: Alleine im Januar 2021 hat die kostenlose App 7,5 Millionen neue User dazugewonnen. 

Weitere Alternativen

Neben den bekanntesten WhatsApp-Alternativen Threema und Signal gibt's auch andere Optionen. Beispielsweise Viber. Viber ist als App erhältlich, funktioniert aber auch auf den Desktop. Ihr registriert euch mit eurer Handynummer und könnt Funktionen wie "selbstlöschende Nachrichten" oder Gruppen-Videoanrufe kostenlos nutzen. 

Wer über Viber auf dem Festnetz im Ausland anrufen will, der bucht in der App ein Monatsabo dafür. Die Kosten variieren je nach Zielland. Hier geht's zum Download für Apple-Geräte und für Android-Geräte

Die App Wire ist für den privaten Gebrauch kostenlos - für Unternehmen gibt's diverse Abo-Möglichkeiten. Wire bietet ebenfalls eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eurer Aktionen in der App, so dass Dritte keinen Zugriff darauf haben. Zur Anmeldung braucht ihr lediglich eine Email-Adresse. Wire ist für iOS, Android und auf dem Desktop verfügbar. 

Neue Datenschutz-Richtlinie bei Whatsapp: So sehen die Änderungen für User aus

Wer WhatsApp nutzen will, muss den neuen Datenschutz-Richtlinien des Unternehmens zustimmen: Noch mehr Daten sollen dann jedoch mit Facebook geteilt werden. Die Änderungen sind seit dem 15. Mai gültig. Seitdem werden User aufgefordert, den neuen Bestimmungen zuzustimmen. 

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