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So wird Onlineshopping jetzt sicherer

SMS-TAN, Passwörter und Face ID - So wird Onlineshopping jetzt sicherer!

In Zukunft wird das Zahlen mit Kreditkarte oder PayPal beim Onlineshopping länger dauern. Eine neue EU-Richtlinie zwingt die Anbieter die Sicherheit beim Bezahlen zu erhöhen - und das bedeutet zusätzliche Schritte für die Kunden. Bei jedem Zahlungsversuch mit einer Kreditkarte muss in Zukunft überprüft werden, ob man auch wirklich berechtigt ist mit dieser Karte zu bezahlen.

Alles, was sich dadurch für dich ändert, hier auf einem Blick!

Was bedeutet diese Änderung für mich als Verbraucher und wie wird sie umgesetzt?

Eigentlich arbeiten alle Zahlungsanbieter mit dem sogenannten 3-D-Secure-Verfahren. Ob „MasterCard SecureCode“, „Verfied by Visa“ oder „Safekey“ von American Express: Alle Methoden funktionieren nach dem gleichen Konzept. Der Kunde muss mit zwei unabhängigen Faktoren nachweisen, dass er rechtmäßiger Inhaber der Karte ist, mit der er bezahlen möchte.

Die drei Möglichkeiten, die dir in Zukunft zur Verifikation begegnen können, sind:

  1. Besitz: Etwas, auf das nur du Zugriff hast, z.B. eine SMS-TAN oder eine Freischaltung in einer App auf einem Gerät, das nur du verwendest
  2. Wissen: Etwas, das nur du wissen kannst, z.B. ein zusätzliches Passwort.
  3. Eigenschaft: Etwas, das nur du haben kannst, z.B. ein Fingerabdruck oder Stimme

Das heißt, bei deiner nächsten Online Bestellung könntest du zusätzlich eine SMS mit einer TAN erhalten. Diese musst du dann neben der Kartennummer und Prüfzahl angeben, um den Kauf abzuschließen.

Das alles klingt sehr viel komplizierter, als es ist. Setze dich bei Fragen am besten direkt mit deiner Bank in Verbindung. Die kann dir genau sagen, ob du für die Änderungen eventuell zusätzliche Informationen, wie deine Handynummer, hinterlegen musst, um weiterhin problemlos online zu zahlen.

Ab wann gelten diese neuen Reglungen?

Das neue Verfahren wird in drei Stufen eingeführt:

  1. Ab dem 15. Januar 2021 gilt es bei allen Zahlungen ab 250€
  2. Ab 15. Februar 2021 greifen die neuen Regelungen schon ab 150€
  3. Ab 15. März 2021 müssen dann alle Zahlungen ab 30€ zusätzlich abgesichert werden

Ist dieses Verfahren bei jedem Einkauf im Internet nötig?

Die Methode ist für die meisten Einkäufe nötig. Es gibt allerdings einige Ausnahmen:

  • Zahlungen mit geringen Betrugsrisiko
    Wenn ein Kartenherausgeber und Zahlungsabwickler über längere Zeit über eine sehr geringe Betrugsrate verfügt, kann er von der Prüf-Pflicht befreit werden
  • Wiederkehrende Zahlungen
    Dazu zählen beispielsweise Abos wie Spotify, Apple Music und etc. Diese musst du nur einmal extra bestätigen
  • Zahlungen an vertrauenswürdige Händler
    Du kannst bei deiner Bank eine Liste mit Händlern, denen du vertraust, einreichen. Händler, die auf dieser sogenannten „Whitelist“ stehen, sind von der zusätzlichen Kundenauthentifizierung befreit.
  • Zahlungen per Lastschrift
    Die Reglungen gelten nicht, wenn der Händler das Geld direkt von deinem Konto abbucht. Der Grund dafür: Bei diesem Verfahren trägt die Bank das Risiko. Als Kunde kannst du jede betrügerische Abbuchung innerhalb von 8 Wochen zurück buchen lassen.
  • Zahlungen unter 30€

Wie sieht es mit Zahlungsanbietern wie Paypal, Amazon Pay und Klarna aus?

Auch bei Zahlungsanbietern wie Paypal, Amazon Pay oder Klarna gelten die erweiterten Richtlinien. Viele der Anbieter arbeiten hier mit Codes per SMS. Die Dienstleister geben dir auf ihren Webseiten Informationen, wie genau sie die Reglung umsetzen: 

Paypal

Amazon Pay

Klarna 

Apple Pay 

Google Pay 

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