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Faszination "Lost Places"-Fotografie

Vergessene Orte & Geisterhäuser - Faszination "Lost Places"-Fotografie

Fotomotive mit Gruselfaktor: Verfallene Fabrikhallen, leerstehende Villen und verlassene Schwimmbäder. Viele Künstler spielen mit der Schönheit der Einsamkeit. Im FFH-Gespräch erklärt Fotograf Alexander Walter was die sogenannte "Lost Places"-Fotografie so besonders macht.

"Urbexer" nennt sich die stetig wachsende Community der "Lost Places"-Fotografen, die den morbiden Charme verfallener Gebäude auf Fotos festhalten. Die Bilder werden dann auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram unter dem Hashtag #lostplaces geteilt.

Foto-Expeditionen ins Ungewisse

Einige Fotografen gehen auf echte Expeditionen, um die besten Locations für ihre Bilder zu finden. Sie wandern durch verlassene Waldstücke, klettern in Stollen und besichtigen leerstehe Gefängnisse. Urbexer suchen ihre Motive nämlich an Orten, die einst belebt waren und so Geschichten erzählen. Das Betreten dieser Orte ist also eine kleine Reise in die Vergangenheit. Oft hängen noch Bilder an den Wänden oder Klamotten im Schrank, die über das Leben der Bewohner berichten.

Auf der einen Seite sehr spannend, auf der anderen Seite aber möglicherweise gefährlich. Gebäude, die lange Zeit unverändert leerstehen, können Risiken mit sich bringen. Keiner weiß, wie robust oder morbide die Gegebenheiten sind oder was einen für Überraschungen einen erwarten können. Essentiell ist daher die richtige Ausstattung, Recherche, Vorbereitung und vor allem Vorsicht. 

Zum Nachhören: Fotograf Alexander Walter im Interview

Alexander Walter über die besondere Anziehungskraft von "Lost Places"

© HIT RADIO FFH

"Lost Places" offenbaren eine scheinbar vergessene Welt. Manchmal liegt sie direkt vor einem, in anderen Fällen muss man sich kilometerweit durch Gestrüpp kämpfen.

Die meisten leerstehenden Gebäude sind im Besitz von Privatpersonen oder Regierungsbehörden. Das Betreten der Grundstücke ist daher häufig untersagt. Es kann also durchaus passieren, dass ein "Urbexer" wegen Hausfriedensbruch belangt wird. Das gilt vor allem für Community-Mitglieder, die sich nicht an die Grundsätze der Künstler halten: Nicht einbrechen, nichts kaputt machen, nichts stehlen und der wichtigste Punkt keine Adressen weitergeben!

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