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Kinotipp: Godzilla vs. Kong

Kinotipp: Godzilla vs. Kong - Spektakuläre Action trotz absurder Story

FFH-Kinomann Volker Willner über Godzilla vs. Kong

Godzilla vs. Kong: Riesen-Echse gegen XXL-Affe - kann der Film was? Das sagt unser Kinomann Volker Willner... Außerdem zeigen wir euch hier den offiziellen Trailer! 

Die Kinos machen wieder auf – und es wird laut. Zwei Giganten führen Krieg gegeneinander: Die Mega-Echse aus Japan und der Riesenaffe von „Skull Island“ im Pazifik. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Grandioses Monster-Wrestling in einer Humbug-Story.

Gigantische Schlachten mit XXL-Monstern

In loser Folge mischen die Riesenbiester solo im Kino ganze Landstriche auf. Jetzt treten sie nach langer Zeit wieder gegeneinander an. Kong und seine Beschützer verlassen Skull Island per Schiff und treffen auf offenem Meer auf Godzilla. Dieser Kampf auf Leben und Tod ist nur der Auftakt zur einem gewaltigen Drama, das auch tief ins Innere der Erde führt. Dort könnte der Ursprung der beiden Titanen liegen.

Wer drauf steht, dass wütende XXL-Monster Kriegsschiffe schrotten, Kampfjets vom Himmel fischen und Metropolen pulverisieren – herzlichen Glückwunsch: Das ist genau der richtige Film. Die Schlachten sind gigantisch und einiges haben wir so tatsächlich noch nicht gesehen. Schon die Choreografie der Kämpfe zwischen Kong und Godzilla ist sensationell. Der Showdown in Hongkong ist so hart und hässlich wie eine Kneipenschlägerei. Aber nicht Tische und Stühle gehen zu Bruch, sondern Wolkenkratzer.

Schmunzler holt der Blockbuster in Momenten der Lässigkeit: wenn der mächtige Menschenaffe sich nach einem Nickerchen aufrappelt und den haarigen Hintern kratzt. Oder er ein Schlachtschiff als Surfbrett benutzt. Auch der romantisch-rotzige Soundtrack macht Spaß.

Absurde Handlung

Absurd wird die Story, wenn’s wie einst bei Jules Verne zum Mittelpunkt der Erde geht. Gewaltige Hohlräume bieten dort traumhafte Landschaften voller ekelhafter Kreaturen - für ein paar Schrecksekunden extra. Die Mythologie, die der Film dafür bemüht, ist allerdings nicht der Rede wert. Hier schießt „Godzilla vs. Kong“ übers Ziel hinaus, wenn der Film versucht, alles aus sich heraus zu kitzeln. 

Menschen sind eher nebensächlich

In diesem Bombast sind Menschen nur Randfiguren. Auch die sehr austauschbaren Hauptdarsteller wie Alexander Skarsgard und Millie Bobby Brown sind reduziert aufs Rennen, Retten, Flüchten. Einzig Jia, ein taubes Waisenmädchen, das mit Kong in Gebärdensprache kommuniziert, rührt uns und bleibt im Kopf. Diese leisen Momente sind pure Erholung fürs Trommelfell, und davon gibt es wenige in dem knapp zweistündigen Spektakel.

10 Euro kostet das Kinoticket - 7 Euro ist es wert. 

Volker Willner

Reporter
Volker Willner

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