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Kinderfreizeitbonus kommt und Perso wird teurer

Änderungen im August - Kinderfreizeitbonus und Perso wird teurer

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nicht nur den Kinderfreizeitbonus bringt der August mit sich - auch Änderungen am Personalausweis sind von nun an gültig.

Der August ist da und mit ihm kommen einige neue Regelungen und Veränderungen. Einkommensschwächere Familien bekommen für ihre Kinder 100 Euro, neue Regelungen für den Personalausweis treten in Kraft, Glyphosat darf nicht mehr gespritzt werden und die Frist zur Abgabe der Einkommenssteuererklärung wurde verschoben.

Kinderfreizeitbonus

Die Corona Maßnahmen haben besonders die Kinder getroffen. Die Monate in ständiger Isolation und mit wenigen sozialen Kontakten waren nicht leicht für sie. Den Folgen der Beschränkungen will die Bundesregierung nun entgegenwirken. Dafür erhalten einkommensschwächereFamilien nun für jedes Kind, das am 1. August noch nicht volljährig war, den sogenannten Kinderfreizeitbonus. Das ist eine einmalige Zahlung von 100 Euro.

Antrag nur in einzelnen Fällen

Falls ihr zum Beispiel Hartz 4, Wohngeld oder den Kinderzuschlag bezieht, kommt ihr für den Bonus in Frage. Wenn ihr schon den Kinderzuschlag an sich bezieht, bekommt ihr das Geld automatisch überwiesen, da ihr der Familienkasse schon bekannt seid.

Wenn ihr ausschließlich Wohngeld oder Hilfen zum Lebensunterhalt erhaltet und nicht gleichzeitig den Kinderzuschlag bezieht, seid ihr der Kasse noch nicht bekannt. Deshalb müsst ihr dann einen kurzen Antrag mit Nachweisen stellen. Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

Das Geld sollte bis Mitte des Monats auf eurem Konto sein.

Geld für 2,7 Millionen Kinder

Ausgezahlt wird das Geld von der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. Circa 2,7 Millionen Kindern soll das Geld zugutekommen. Wofür ihr das Geld verwendet, ist euch freigestellt. Am besten ihr lasst es aber euren Kindern zukommen, unternehmt mit ihnen einen Ausflug in den Freizeitpark oder kauft ihnen neues Spielzeug

© Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Der Kinderfreizeitbonus wird von der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit ausgezahlt.

Fingerabdrücke im Personalausweis

Ausweise und Dokumente sollen in Zukunft sicherer gemacht werden. Dazu hat der Bundestag im November letzten Jahres das „Gesetz zur Stärkung der Sicherheit im Pass und Ausweiswesen“ verabschiedet. Dessen Folgen werdet ihr von nun an zu spüren bekommen, denn die neuen Regelungen gelten ab dem 1. August. Unter anderem muss jeder Personalausweis nun zwei digital gespeicherte Fingerabdrücke enthalten. Bisher konntet ihr selbst entscheiden, ob ihr das wollt – jetzt ist es Pflicht.

Digitale Passbilder

Doch damit nicht genug, auch die Vorgaben für die Passbilder ändern sich, zwar nicht direkt für euch, dafür für die Fotografen. Die müssen die Bilder nämlich digital mit einem Sicherheitsprogramm an die Behörden schicken. Kleine Passbilder in Papierform dürft ihr also selbst nicht mehr mitbringen. Diese Änderung tritt aber noch nicht direkt in Kraft – erst im Mai 2025 soll sie umgesetzt werden.

"X" anstelle des Geschlechts

Und auch eine weitere Änderung dürfte viele freuen: Menschen, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, können in Zukunft ein „X“ anstelle ihres Geschlechts eintragen lassen. Im Reisepass ist das nur auf Wunsch möglich. Für diesen gibt es auch eine Neuerung: Die Gültigkeit des Kinder-Reisepasses wurde drastisch verkürzt. Statt sechs Jahren ist dieser nur noch ein Jahr gültig. Er kann aber immer um ein Jahr verlängert werden.

Der Perso wird teurer

Diese Änderungen spiegeln sich auch im Preis des Personalausweises wieder. Bisher musstet ihr immer 28,80 Euro für einen neuen Perso zahlen, nun steigt der Preis auf 37 Euro. Wenn ihr unter 24 Jahre alt seid, müsst ihr nicht ganz so tief in die Tasche greifen. Ihr zahlt weiterhin den ermäßigten Preis von 22,80 Euro.

© Patrick Pleul/zb/dpa

Das Unkrautvernichtungsmittel darf in Zukunft nicht mehr von Privatpersonen verwendet werden.

Glyphosat-Verbot

In Zukunft werdet ihr auch euer Unkraut wieder mühevoll selbst jäten müssen, denn das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wurde nun verboten. Demnach dürfen Privatpersonen es nicht mehr im eigenen Garten verwenden. Aber auch in anderen Bereichen muss darauf verzichtet werden, so zum Beispiel auf Sport- und Spielplätzen, Parks oder in der Landwirtschaft vor der Ernte oder in Wasserschutzgebieten. Auf Acker- und Grünlandflächen darf Glyphosat also nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen. 

Frist für Einkommenssteuererklärung verschoben

Es gibt gute Nachrichten für alle die, die ihre Steuererklärung für 2020 noch nicht gemacht haben: Ihr könnt euch noch ein bisschen Zeit lassen. Denn das Bundesfinanzministerium hat mitgeteilt, dass die Frist für zur Abgabe der Einkommenssteuererklärung um drei Monate verschoben wurde. Somit habt ihr bis zum 2. November 2021 Zeit, diese für das Jahr 2020 abzugeben.

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