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Der FFH-Kinotipp: No Time To Die

Endlich wieder Bond im Kino! - Der FFH-Kinotipp: No Time To Die

Fast sechs Jahre hat die Welt auf den neuen Bond gewartet. Und wir werden nicht enttäuscht. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: „Keine Zeit zu sterben“ ist eines der stärksten 007-Abenteuer.

Zehn Euro kostet das Kinoticket – neun ist es wert.

Ganz kurz dürfen wir glauben, dieses 25. Abenteuer ist ein herzerwärmender Film für die ganze Familie. Dann kippt er ins Eiskalt-Tödliche und das Actiongewitter beginnt. Erst nach über 20 Minuten mit Schocksekunden und Schnappatmung lässt uns die Story Luft holen, weil Billie Eilish endlich den Opener-Song singt: "No time to die".

Niemand mag Spoiler. Nur so viel: Bond feiert seinen Ruhestand auf Jamaika. Und plötzlich holen ihn die düsteren Schatten der Vergangenheit ein. Das Verbrechersyndikat Spectre streckt seine Krakenarme aus. Und dessen Endboss Blofeld (Christoph Waltz), der in einem Hochsicherheitsknast eingekerkert ist, ist nicht der einzige Megaschurke. Regisseur Cary Fukunaga – erster Amerikaner, der einen Bond inszenieren darf – packt alles in sehr elegante und brutale Bilder. Okay: Manchmal ist das auch einfach wilder Aktionismus.

James Bond tief in die Seele schauen

Härter und verzweifelter hat Daniel Craig seinen Bond noch nie aussehen lassen. Wenn's mal keine Kugeln hagelt, ist dieser Thriller fast am stärksten. Weil 007 uns da tief in seine Seele sehen lässt. Und weil auch Luft ist für die trockensten Sprüche, die Daniel Craig in seiner gesamten Agentenlaufbahn rausgehauen hat.

Nur Weniges enttäuscht: Warum gibt's in einem Bond-Film im Jahr 2021 immer noch den Typ "dubioser Wissenschaftler mit hartem russischen Akzent"? Das ist nicht das einzige Klischee. Und sorry, gut zweidreiviertel Stunden sind einfach zu lang.


Exklusive Premiere: Die FFH-Bond-Nacht in Kassel

Einige FFH-Hörer können jetzt schon sagen: "Keine Zeit zu sterben"? - Check!! In der Nacht zum deutschen Premierentag 30. September um 0:07 Uhr hatten wir sie eingeladen, in den Filmpalast in Kassel zum exklusiven Bond-Event: Eigener Kinosaal, Martinis, Bedienung direkt am Kinosessel - und FFH-Kinomann Volker Willner guckt zum zweiten Mal in zwei Tagen mit - muss gut sein, der Streifen.

Bilder aus "No Time To Die"

Volker Willner

Reporter
Volker Willner

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