NachrichtenMagazin >

"Squid Game" Die meistgeschaute Serie auf Netflix

Meistgeschaute Netflix-Serie - Brutale Kinderspiele in "Squid Game"

"Squid Game" auf Netflix
© picture alliance/dpa/Netflix

"Squid Game" auf Netflix

Könntet ihr euch vorstellen, bei einem Spiel auf Leben und Tod mitzumachen, wenn es 33 Millionen Euro zu gewinnen gibt? Genau darum geht es in der südkoreanischen Serie "Squid Game".  Diese wurde erst vor wenigen Wochen auf Netflix veröffentlicht und entwickelt sich seit dem zum weltweiten Erfolg. Netflix selber spricht vom erfolgreichsten Serienstart aller Zeiten auf der Plattform. 

Obwohl der Start von "Squid Game" noch gar nicht so lange her ist, sorgt die erfolgreiche Serie bereits für viel Wirbel: Eine südkoreanische Frau erhielt über 4.000 Anrufe fremder Menschen, nur weil ihre Telefonnummer kurz in der Serie vorkam. Und in den USA wurde ein koreanischer Keksauf einmal zum Verkaufsschlager, weil er in den Folgen gezeigt wurde. Social Media und Zeitungen sind voller Berichte über die Serie. Doch was steckt genau dahinter?

Tödliche Kinderspiele

In neun Folgen wird die Geschichte von knapp 500 Menschen erzählt, die freiwillig an tödlichen Kinderspielen auf einer verlassenen Insel teilnehmen, um ein Preisgeld von 33 Millionen Euro zu gewinnen. Denn in ihrer normalen Welt existieren nur Schulden, Ausbeutung, schlecht bezahlte Jobs, hohe Mieten und eine unfaire, gespaltene Gesellschaft.

"Squid Game", zu Deutsch "Tintenfischspiel", ist ein Schulhofspiel, welches in Deutschland eher unbekannt ist. Das Tintenfischspiel ist eines der vermeintlich harmlosen Kinderspiele, an denen die Figuren der Serie teilnehmen müssen. Und das unter hohem Einsatz: Denn wer es nicht in die nächste Runde schafft, stirbt.

Offizieller Trailer zu "Squid Game"

Das macht "Squid Game" sehenswert

Unter der brutalen Oberfläche der Serie liegt dabei eine durchaus kritische Botschaft von sozialer Ungleichheit und Klassengesellschaften. Den Zuschauern von "Squid Game" wird eine gnadenlose Welt gezeigt, die auch mit sonst üblichen Erzählkonventionen bricht: Weder Liebespärchen, noch Familienmitglieder werden bevorzugt. Anders als in anderen Serien, sieht der Zuschauer kein Licht am Ende des Tunnels. Und auch wenn tödliche Kinderspiele natürlich Fiktion sind, zeigt die Serie die Klassenstruktur der koreanischen Gesellschaft und hat dadurch durchaus Bezug zur Realität.

Aus ästhetischer Sicht hat die Serie auch viel zu bieten, denn die Kostümauswahl und die gewählten Locations haben einen hohen Wiedererkennungswert und stechen optisch sehr aus dem Einerlei vieler anderer Serien heraus.

Brutale Inhalte

Der Erfolg der Serie bringt allerdings auch seine Schattenseiten mit sich. "Squid Game" macht keinen Halt vor blutigen Darstellungen, darum ist die Serie in Deutschland auch erst ab 16 Jahren freigegeben. Durch die Verbreitung von Clips im Internet bekommen natürlich auch jüngere Zuschauer vom Inhalt der Serie mit und kopieren das Konzept in Einzelfällen. Belgische und englische Medien berichten von Vorfällen an Schulen und Spielplätzen, bei denen Kinder nicht nur gezeigten die Spiele nachspielen, sondern auch die Verlierer mit Tritten und Schlägen bestrafen.

"Squid Game" ist nun mal nicht für schwache Nerven und sollte daher ausschließlich von Erwachsenen gesehen werden. Die bekommen dafür aber eine unterhaltsame und fesselnde Serie zu sehen, die man so schnell nicht vergisst. Hier kommt ihr zur ersten Staffel der Serie.

nach oben