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Die wichtigsten Infos zur Booster-Impfung

Virologe Martin Stürmer bei FFH - Das müsst ihr zur Booster-Impfung wissen

Es ist Herbst und die Corona-Zahlen in Deutschland gehen wieder steil nach oben. Und auch wenn weiterhin die deutliche Mehrheit der Patienten auf den Intensivstationen ungeimpft ist, so gibt es doch auch immer wieder Fälle in denen die bisherige Corona-Impfung nicht ausgereicht hat. Eine sogenannte "Booster-Impfung" soll den Schutzt nun auffrischen. Virologe Dr. Martin Stürmer erklärt im FFH-Interview wie das funktioniert und für wen eine solche Impfung sinnvoll ist.

Die ersten Monate nach der Impfung haben die verschiedenen Corona-Impfstoffe eine sehr gute Wirksamkeit gezeigt. Doch inzwischen zeichnet sich ab: Der Schutz ist nicht von Dauer, sondern lässt mit der Zeit nach. Dr. Stürmer im FFH-Interview: "Das erste halbe Jahr ist laut Studienlage relativ sicher und dann muss man damit rechnen, dass der Impfschutz langsam aber sicher abnimmt. Je schwächer das Immunsystem ist und je älter man ist um so schneller. Und darum wird eine dritte Impfung notwendig sein."

Wie wirkt eine Booster-Impfung?

Mit der Zeit lässt die Anzahl von Antikörpern gegen das Corona-Virus im Blut nach. Eine dritte Impfung wirkt dann wie eine "Erinnerung" für das Immunsystem, dass da draußen noch weiterhin diese Gefahr lauert. Der Körper reagiert und fährt die Antikörper-Produktion wieder hoch. Damit ist er besser vorbereitet, wenn er in Kontakt mit den echten Corona-Viren kommen sollte.

Für wen ist eine Booster-Impfung sinnvoll?

Zuerst einmal sollten wir uns auf die Menschen konzentrieren, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben, empfiehlt Martin Stürmer. Also vor allem ältere und immungeschwächte Menschen. Vor allem, da dies ja auch die Gruppe ist, die im Frühjahr zuerst geimpft wurde und bei denen die Impfung dementsprechend schon besonders lange her ist. Derzeit prüft die ständige Impfkommission noch, ob diese Empfehlung auch auf andere Bevölkerungsgruppen ausgeweitet werden soll.

Muss ich sechs Monate abwarten oder kann ich mich auch früher impfen?

Die Empfehlung der ständigen Impfkomission lautet die Booster-Impfung erst sechs Monate nach der letzten Impfdosis zu verabreichen. Und generell steht auch Dr. Stürmer hinter dieser Empfehlung: "Ich würde versuchen diese Abstände soweit es geht einzuhalten. Wenn jetzt zwei, drei Tage zu den sechs Monaten noch fehlen, würde ich aber auch keine Hände über dem Kopf zusammenschlagen." Sehr stark davon abweichen, sollte man aber auch nicht. Schon alleine, weil die Dritt-Impfung erst für sechs Monate nach der letzten Dosis zugelassen ist. Das könnte auch zu Schwierigkeiten mit einer Haftung führen, falls doch einmal etwas schief gehen sollte und dann raus kommt, dass man z.B. nur vier Monate gewartet hat.

Dr. Martin Stürmer im FFH-Interview

Warum ist ein Booster nötig?

Dr. Martin Stürmer

Ja, es ist, denke ich, inzwischen offensichtlich und in vielerlei Hinsicht auch gezeigt worden, dass der Impfschutz nach Impfung generell mindestens ein halbes Jahr hält, aber nicht sehr viel drüber hinaus. Das erste halbe Jahr ist laut Studienlage relativ sicher. Und dann muss man damit rechnen, dass der Impf-Schutz langsam aber sicher abnimmt. Je schwächer das Immunsystem ist, je älter man ist, offensichtlich umso schneller. Und dementsprechend wird eine eine dritte Impfung notwendig sein.

Wie wirkt eine Booster-Impfung?

Dr. Martin Stürmer

Ja, eine eine Bustour Impfung ist, ist wie der Name schon sagt so ein bisschen eine Verstärkung oder auch eine Wiederaufrichtung. Für das Immunsystem Ich will ich sagen, dass es Immunsystem, vergesslich is. Aber man ist, zeigt sich eben dadurch, dass die Antikörper Spiegel im Blut nachlassen. Das eben dieser erste er erste Schuss mit den Impfungen, kein so bleibenden und und nachhaltigen Eindruck da lassen hat und wird. Durch die sogenannte Buster Impfung, erinnert man das Immunsystem nochmal daran, dass dort mal was gewesen ist. Und sorgt für eine zusätzliche Stimulation und einer entsprechenden Nachbildung von Antikörpern

Welcher Impfstoff braucht einen Booster besonders?

Dr. Martin Stürmer

Bleib in erster Linie brauchen die Menschen eine Bus Impfung, die einmalig mit dem Earl Jones und Johnson im Stoff er geimpft worden sind. Da solltet zeitnah eine Bustour mit einem M Erna im Stoff erfolgen. Und für diejenigen, welchen es werden nicht mehr allzu viele seien, die erst einmal mit AstraZeneca geimpft worden sind. Die sollten ihre zweite Impfung auch er mit einem MR aller im Stoff bekommen. Wer AstraZeneca vollständig durchgeimpft ist, hat erst mal keine dringende Veranlassung. Jetzt innerhalb der sechs Monate schon mal eine eine Buße Impfung zu bekommen. Dass es, wie gesagt, nur für die John zum Johnson geimpften vorgesehen

Wann soll man eine Booster-Impfung machen?

Dr. Martin Stürmer

Also grundsätzlich an Er ist sehr die Booster Impfung empfohlen. Bei einem Abstand von 'nem halben Jahr. Ich würde versuchen, diese Abstände soweit es geht, einzuhalten. Aber er muss jetzt nicht, weil es zwei, drei Tage eben noch fehlen. Zu den zu den sechs Monaten würde ich jetzt auch keine Wende beim Kopf zusammenschlagen. wenn fünf statt der sechs Mode, des muss man genau die Zulassung Text gucken, inwieweit da wirklich was reingeschrieben Mister, gezähmt, präziser bisher um die Haftungsfrage, wenn man dazu sehr die die Zulassungs Richtlinien verlässt. Inwieweit dann, wenn was schiefgeht und jemand dafür haftbar gemacht werden kann. Rund sechzig würde ich versuchen, er den empfohlenen Abstand von sechs Monaten einzuhalten.

Muss ich mit Nebenwirkungen rechnen?

Dr. Martin Stürmer

Was bisher bekannt ist, ist das an Nebenwirkung zu erwarten. Bei der Buße Impfung, was wir von den bisherigen Impfung Kanten. Jeder reagiert er immer so. Bisschen unterschiedlich auf auf Impfungen. Aber es ist eigentlich nichts bekannt, was darüber hinausgeht. Insofern das, was man bei den ersten zwei Impfung erlebt hatte. Das kann durchaus sein, dass man das ähnlich. Na, ähnlichen Form wieder bei der dritten Impfung bei der Busse Impfung. Auch eure bekommt

Grippe-Impfung und Booster gleichzeitig?

Dr. Martin Stürmer

Laut der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission muss generell zur Covid Impfung kein Abstand zu anderen Impfung mit einem Tod im Stoff eingehalten werden. Zum Beispiel, die die Grippeimpfung. Man sollte drauf achten, dass nicht beides in den Leichnam gespritzt wird.

Warum kann ich mich trotzdem anstecken?

Dr. Martin Stürmer

Die Impfstoffe sind getestet worden und haben gezeigt, dass sie sehr wirksam sind gegen schwere Verläufe und und Todesfolge von Anfang an war klar, dass sie nicht zu Hundert Prozent uns davor schützen, dass man sich noch mehr infizieren können. Aber diese Infektion sind ein in der Regel relativ mild und für mich relativ ungefährlich. Ich bin natürlich zu einem gewissen Zeitpunkt, auch noch ansteckend. Aber dieser Zeitraum ist deutlich kürzer als bei einem nicht geimpften. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit, das Virus weiterzugeben, auch deutlich geringer

Warum sind die Fallzahlen aktuell so hoch?

Dr. Martin Stürmer

Ja, wir haben zwei Dinge, die sich haben, deutlich unterscheiden von dem Pandemie Verlauf im letzten Herbst Wir haben die Täter Variante, die hochgradig ansteckend ist und sich entsprechend sehr, sehr effektiv verbreitet und jede kleinste Nachlässigkeit letztendlich ein ausnutzt, um sich zu verbreiten. Wir haben zwar die Impfung, die dagegen arbeitet, aber wir haben was dazu. Noch kommt deutlich mehr Freiheiten auch als letztes Jahr. Weil wir uns letztes Jahr bei solchen Incidents nennen, lockt Downs und und Kontakt sperren er begeben haben oder begeben, war so Incidents Name letztes ja gar nicht gehabt. Dann so Sie, wird auch dieses Jahr sehr freizügig. Wasser Veranstaltungen Was Kontakt angeht, haben wir reden nicht über Lockdown Downs, wenig über Kontakt sperren. Wir haben Möglichkeiten Arm wieder in geschlossenen Räumen, ohne Maske uns aufzuhalten. Das sind natürlich alles Situation, wo sich Delta trotz Impfung sehr effektiv verbreiten kann. Und das Sir unterscheidet uns denn sprechen vom letzten Jahr unter. Dementsprechend sind auch die Zahlen. Ich hör der einzige Vorteil, den wir jetzt noch sehen. Noch in Anführungszeichen Dass ich das noch nicht. Eher auf den Intensivstationen niederschlägt. Aber auch dort seh mer ja schon die deutlich steigenden Zahlen unter Wir. Wissen ja inzwischen, dass er die Ähren Krankenhaus Einweisungen nicht eins zu eins am selben Tag erfolgen wie die hohen Fallzahlen sonders ganze Vietnam gelagert sein Asis zu befürchten, daß, wenn anderthalb zwei Wochen nochmal gehörigen Nachschub in den Krankenhäusern sehen werden,

Würden Sie zu einer 2G-Veranstaltung gehen?

Dr. Martin Stürmer

Ich bin ja selber vollumfänglich geimpft. Aber ich hab natürlich bei solchen Veranstaltungen Bauchschmerzen. Es ist eben einfach so, dass aufgrund der aktuellen Infektions Lage es ihm doch häufig auch zu impft. Durchbrüchen kommt. Wir wissen noch nicht genau, wie lang wirklich der Immunschutz nach der Impfung anhält. Insofern tendiere ich dazu, jetzt erstmal an diese Veranstaltung in der Form nicht mehr so durchführen zu lassen soll. Man sollte eben entweder am da hergehen und auch da eine Test Pflicht für die geimpft und genesenen einführen. Oder aber man muss im da deutlich einem reduzieren, was die Ärmel Menschenmassen angeht, die in solche Veranstaltung gehen oder im Alt auch ne Masken trage Pflicht im wieder einführen. Also ich wird fast sogar zweigleisig fahren, weil dann hat man natürlich das Optimum ist soll natürlich weiterhin. Dann stell das möglich sein, was wir gemacht haben, aber eben deutlich sicherer. Und dazu gehört eben, dass man sich nicht auf das pure zwei G verlässt. Weil wenn man das macht, dann einen Nachbarn im Dickicht schweren Fehler Wir brauchen entweder intensivere Tests oder aber eben deutlich mehr am restriktivere zwei G Konzepte oder sogar eine Mischung aus Bayern. Nein,

Welche Maßnahmen brauchen wir jetzt?

Dr. Martin Stürmer

Dadurch, dass wir jetzt nicht mehr Richtung Lockdown nicht mehr Richtung, signifikante Kontakt sperren, arbeiten können, dass wir damit diesen Mitteln nicht mehr arbeiten können, die uns ja letztes Jahr sehr gute Dienste geleistet haben, müssen wir andere Möglichkeiten finden. Also Kontakt Reduktion wäre aus virologische sich das Optimum. Dass das aber nicht mehr funktionieren wird, denke ich es jedem klar. Insofern müssen wir Alternativen finden unter das heißt wir müssen versuchen, die Kontakte, die wir zulassen, so sicher wie möglich zu machen. Dazu gehört meiner Meinung nach, das wir in Innenräumen eher nicht zu leicht, fertig und nicht so großzügig auf Masken verzichten, das wir nicht zu leichtfertig nicht so großzügig die Abstände reduzieren, also Veranstaltung voll packen. Wir müssen wieder mehr testen. Unter Wir müssen ihm trotzdem zusehen, dass er möglichst viele Menschen impfen. Und vor allem auch die dienen muss. Risiko haben für schwere Verläufe. Das war die auch eher das dritte mal impfen

Brauchen manche Impfstoffe den Booster eher als andere?

Wer mit dem Einmal-Impfstoff von Johnson&Johnson geimpft wurde, sollte eine Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna) durchführen lassen. Auch für Personen, die nur eine Dosis AstraZeneca erhalten haben, wird eine Booster-Impfung empfohlen.

Bisher deutet nichts daraufhin, dass die Nebenwirkungen bei einer dritten Impfung stärker wären, sagt Martin Stürmer: "Das was man bei den ersten zwei Impfungen erlebt hat, kann durchaus sein, dass man das bei der Booster-Impfung auch bekommt. [...] Es ist aber nichts bekannt, was darüber hinaus geht."

Kann ich mich gleichzeitig auch gegen Grippe impfen lassen?

Laut der aktuellen Empfehlung der Impfkommission muss kein besonderer Abstand zur Grippeimpfung eingehalten werden, sagt Martin Stürmer. Man sollte nur darauf achten, dass nicht beides in den gleichen Arm gespritzt wird.

Warum haben wir aktuell, trotz Impfung, so hohe Corona-Zahlen?

Für Martin Stürmer gibt es zwei wichtige Unterschiede zum letzten Herbst. Zum einen ist die Delta-Variante deutlich stärker ansteckend und verbreitet sich dadurch effektiver. Zusätzlich haben wir dieses Jahr auch noch deutlich mehr Freiheiten als letztes Jahr und damit auch mehr Kontakte zu anderen Menschen, was die Verbreitung des Virus begünstigt. Die Impfung arbeitet zwar dagegen, aber eben nicht zu 100 Prozent effektiv.

Was nutzt die Impfung überhaupt, wenn ich mich trotzdem anstecken und andere infizieren kann?

Wer geimpft ist, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen milderen Verlauf. Laut aktuellen Zahlen des RKI sind fast neun von zehn Corona-Intensivpatienten unter 60 Jahren nicht geimpft (87,5 Prozent). Bei den über 60-jährigen sind es immer noch 65,5 Prozent. Und das, obwohl die Ungeimpften nur etwa ein viertel der erwachsenen Bevölkerung ausmachen.

Aber nicht nur für den eigenen Schutz hilft die Impfung, erklärt Martin Stürmer: "Man ist natürlich zu einem gewissen Zeitpunkt auch ansteckend, aber diese Zeitraum ist deutlich kürzer als bei einem nicht geimpften und dadurch ist die Wahrscheinlichkeit das Virus weiter zu geben auch deutlich geringer."

Marc Adler

Autor
Marc Adler

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