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Whatsapp-Betrug ist neuer Enkeltrick

Täter geben sich als Kinder aus - Whatsapp-Betrug ist neuer Enkeltrick

Der berüchtigte Enkeltrick ist mittlerweile mehr als bekannt. Jetzt haben Betrüger eine neue Masche und die ist leider ziemlich clever: Sie kontaktieren ihre Opfer via WhatsApp und geben sich als deren Kind oder Enkel aus. Das Handy sei kaputt oder gestohlen, daher sei die Nummer neu. Was folgt ist die Bitte, eine "wichtige Rechnung" in drei- bis vierstelliger Höhe per Echtzeitüberweisung zu begleichen. Banken und Polizei können oftmals nicht helfen. So ist das unter anderem einer Teilnehmerin beim FFH-Gewinnspiel Wünsch Dir was ergangen.

Täter imitieren Familienmitglieder

„Hallo Mama. Ich habe eine neues Handy. Die alte Nummer kannst du löschen!“... So oder so ähnlich sind oftmals die ersten Nachrichten der Betrüger. Was folgt ist immer die Bitte eine dringende Rechnung per "Echtzeitüberweisung" zu begleichen. Der Grund dafür soll fehlendes W-Lan oder  Internetzugang sein und die Rechnung ist immer "sehr dringend".

Ähnlicher Schreibstil?

Die Betrüger nutzen dabei die vermeintlich private Atmosphäre eines Chats bei Whatsapp. Denn auch bei fremden Handynummer hinterfragen viele User viel zu selten die Echtheit einer Nachricht. Ähnelt der verwendete Schreibstil dem des eigenen Kindes - mit Emojis, Herzchen und Smileys - lässt sich der Betrugsversuch oftmals nur schwer von den Opfern durchschauen. 

Es bleibt oft nicht bei einer Überweisung

Hat der erste Kontakt gut funktioniert und die Rechnung wurde überwiesen, sind Betrüger aber oft noch gieriger und bitten um weitere Überweisungen - natürlich nur in Echtzeit. Die Begründung in den meisten Fällen: Mit dem neuen Handy seien ja noch keine Überweisungen möglich.

Happy-End für Opfer aus Reinheim

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Zum Nachhören: Das sagt die Polizei

Polizist Thomas Leipolt erklärt, wie der Trick funktioniert

Ja, die Betrüger geben sich als bekannte aus als Enkel, Sohn oder Tochter. Dann würden die Geschichte erfunden, warum die Absender eine neue Nummer haben zum Beispiel wegen einem Wasserschaden oder einem neuen Telefonanbieter. Mit Smalltalk wird dann versucht, gezielt das Vertrauen der anderen Person zu erschleichen. Und kurz darauf folgt in der Regel die Bitte nach Geld in drei oder vier stelligen Bereich aufgrund eines Notfalls unter. Besonders auffällig ist dabei auch, dass sich die Betrüger in vielen Fällen über eine Überweisung in Echtzeit Dann freuen. Und oftmals schieden sie dabei auch Gründe vor. Wie etwa das etwa auf den neuen Smartphone. Noch keinen Onlinebanking funktioniert

Thomas Leipold von der Polizei über "Schocknachrichten"

Oftmals gehen dieser Anruf natürlich mit sogenannten Schock Nachrichten, dann daher es wird ne Notlage vorgetäuscht, dass jemand zum Beispiel schlimmen Verkehrsunfall hatte oder zum Beispiel Air Hilfe bei einer Corona-Infektionen Brauch, dass die Kosten dafür jetzt bezahlen muss. Also es wird dann gezielt darauf die Gefühlsebene der Opfer eingegangen. Und dann sind die Leute unter Aufrechterhaltung. Dieses betrug sie ihr Turms schnell bereit, auch hohe Beträge zu zahlen.

Thomas Leipold über die Täter hinter der Masche

Also die EM Täter sind sehr unterschiedlich. Das sind zum Teil organisierte Gruppen. Des sind aber auch a Trittbrettfahrer und Ganz normale Kriminelle. Dies halt einfach mal auf. Gut Glück versuchen

Thomas Leipold über die Erfolgsquote der Betrüger

Also wir haben hin und wieder für Fälle gehabt. Wir stellen dabei auch eine hohe Versuchs. Rate fest, also einem die Betrüger. Die kommen dann halt zum Glück nur vereinzelt zum Ziel und können damit sächlich O er Geld oder Wertsachen erbeuten. Es liegt wohl daran, dass die Leute mittlerweile auch die Maschen durchschauen.

© HIT RADIO FFH

So ist das einer FFH-Kollegin passiert

Girl in a jacket

Wer glaubt, dass Betrugsmaschen via Whatsapp nur selten sind und einen selbst nicht betreffen können, der irrt: Dies ist ein nachgesteller Chat-Verlauf der Mutter einer FFH-Kollegin. In diesem Fall waren die Betrüger jedoch nicht erfolgreich. Man erkennt jedoch, dass die Nachrichten einen gewissen (vertrauten) "Schema" folgen. 

Opfer haben oft keine Chance auf Erstattung

Wurde eine Überweisung getätigt, wird es schwierig für Betrogene - auch wenn die Polizei sich in den Fall einschaltet. Die Nachverfolgung einer getätigten Überweisung ist fast nicht möglich. Das Geld wird in den meisten Fällen einfach mehrfach weiter transferiert, um den Weg zu verschleiern - nicht selten bis ins Ausland. Und auch Inhaber der Handynummern lassen sich kaum ermitteln. 

Opfer sollten sofort Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Den Chatverlauf sollte man mit Screenshots sichern. Gleiches gilt für die Telefonnummer. 

Alte und neue Nummer checken

Um einem Betrug vorzubeugen sollte man die alte, bekannte Nummer anrufen und im Bekanntenkreis nachfragen, ob die "neue" Nummer bekannt ist. Auch die neue Nummer sollte man sicherheitshalber anrufen. Handelt es sich um eine Betrugsnummer, werden die Täter nicht abnehmen. 

Zum Nachhören: Das empfiehlt die Polizei zum Schutz

Das können Opfer tun, erklärt Polizist Thomas Leipold

Also am besten ist da immer und des rät die Polizei auch immer wieder unter der alten Bekannten Nummer nachfragen, ob es neue Nummer gibt. Ob es wirklich diese Person ist, die sich da auch er meldet. Man darf sich auch nicht unter Druck setzen lassen, weil das es oftmals auch das Ziel der Täter, hier Druck aufzubauen. Ganz wichtig auch noch die Telefonnummer. Sicher. Nein, die sich hier meldet. Ohne Chatverläufe mit Screenshots abspeichern. Und natürlich auch die Polizei. Beim kleinsten Verdacht, einer Straftat. Es sofort verständigen

Thomas Leipold empfiehlt diese Whatsapp-Einstellungen

Ganz wichtig ist auch wer hat Zugriff auf meine Daten? Wer sind meine Kontakte? Sind das wirklich auch diese Person und dem Zweifel sowas über die Privatsphäre Einstellungen in den Messenger-Diensten reglementieren? Getreu dem Motto Weniger ist mehr

Man sollte bei der alten Nummer anrufen, empfiehlt Thomas Leipold

Äh ja, natürlich, weil man ja im ersten Moment denkt, dass da ein tatsächlich ein bekannter oder ein Verwandter sich meldet. Und das durch schauen, die Leute dann halt nicht erben und Dark ist es halt immer sinnvoll, dass man bei der bekannten Nummer bei der alten Nummer nachfragt. Ob es nun um neue Nummer gibt oder ob es wirklich auch diese Person ist, die sich hier meldet.

© HIT RADIO FFH

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