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Kinotipp: Disney's Encanto

Kinotipp: Disney's "Encanto" - Rettet die Magie!

Disney entführt uns nach Kolumbien und lässt uns Gast sein bei einer wirklich bezaubernden Familie. FFH-Kinomann Volker Willner verspricht: Wenn Du aus dem Kino kommst, ist die Welt ein besserer Ort.

Zehn Euro kostet Dein Kinoticket, neun ist es wert.

Die Madrigals leben in den Bergen Kolumbiens an einem ganz besonderen versteckten Ort: Encanto. Jedes Mitglied dieser großen Sippe besitzt eine einzigartige Gabe – nur Tochter Mirabel hat anscheinend keine. Das muss sich dringend ändern. Denn der Zauber von Encanto ist in großer Gefahr.

Wir sehen die Geschichte mit Mirabels Augen. Sie ist traurig, weil sie die einzige Normale in einer Familie von Besonderen zu sein scheint. Erst, als sich buchstäblich Risse in deren perfektem Zuhause auftun, erkennen wir mit Mirabel, dass die Madrigals eine ziemlich  dysfunktionale Familie sind. Und dass es Mut und Magie braucht, um die Risse zu kitten.

Mit „Encanto“ gelingt Disney ein ganz großer Wurf. Die 110 Filmminuten sind üppig in allem: Figuren, die man einfach mögen muss, tanzen und hüpfen durch eine verschwenderisch farbenfrohe Welt. Und sie singen hinreißende Songs – bester, wohldosierter Latino-Pop in Ohrwurm-Qualität. All das ist perfekt animiert, jede Szene strotzt vor klugen und witzigen Details.

Dieses Abenteuer könnte kitschig sein, aber es ist rührend. Und es ist auch mal traurig, ohne uns listig Tränchen stehlen zu wollen. Die kleinsten Kinobesucher verstehen vielleicht nicht alle Familienverwirrungen samt ihrer komplexen Hokuspokushaftigkeit, aber sie sind bestimmt wie alle Zuschauer glücklich und aufgekratzt, wenn der Abspann startet.

Volker Willner

Reporter
Volker Willner

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