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Familienstreit bei Impf-Thema vermeiden

Psychologen geben Tipps - Familienstreit bei Impf-Thema vermeiden

Weihnachten: Zeit der Besinnlichkeit, von gutem Essen und Streitereien unterm Tannenbaum?

Es sollte eigentlich das Fest der Liebe sein. Doch oftmals verkommen die Weihnachtsfeiertage zu einer echten Zerreißprobe für Familien: Frust und angestauter Stress entladen sich bei den Liebsten. Ein mögliches Streitthema kommt in diesem Jahr hinzu: "Impfen". Da ist in vielen Haushalten Ärger vorprogrammiert. Psychologin Ulrike Scheuermann und Paartherapeut Eric Hegmann verraten Strategien, wie man den verbalen Kampf unterm Tannenbaum vermeiden kann. 

Eine Strategie natürlich: Im Vorfeld sagen: "Über Corona und die Impferei reden wir nicht". Wenn es dennoch zu verbalen Auseinandersetzungen kommen sollte, rät Ulrike Scheuermann die Ruhe zu bewahren und auf die Emotionen des Streitpartners einzugehen. Meistens handle es sich um Ängste und die Furcht vor dem Unbekannten, sagt die Expertin. 

Bei Streit: Thema wechseln!

Wenn die Positionen festgefahren sind, rät die Psychologin dazu, Gespräche ruhen zu lassen: "Man sollte einen Schlussstrich ziehen und bewusst zu einem anderen Thema wechseln".

Rhetorik entschärfen

Auch Paartherapeut Hegmann erkennt das Konfliktpotenial der gemeinsamen Zeit mit der Familie: "In der Familie ist es  häufig so, dass jeder andere Erwartungen an Weihnachten hat." Daher sollte man niemals im Stile von "Das ist so! Du machst das so!" formulieren, sondern seine Rhetorik entschärfen: "In meinen Augen ist das so" oder "ich sehe das so" birgt schon weniger die Gefahr, die Fronten zu verhärten.

Mehr Tipps und Strategien von Psychologin Ulrike Scheuermann und Paartherapeut Eric Hegmann, um die Feiertage ohne böses Blut beim Thema Corona und Impfung zu überstehen gibt es hier zum Nachhören.

Zum Nachhören: Das raten Psychologin und Paartherapeut

Paartherapeut gibt Tipps, wie man Streit vermeidet

"Weihnachten ist immer eine schwierige Zeit..."

Zum einen sind natürlich die Feiertage, wo Menschen zusammen sind, die vielleicht sonst weniger Zeit miteinander verbringen.

Schon ein bisschen anstrengender, vielleicht Und. Dann ist das neue Jahr auch immer so 'n Test will man vielleicht was ändern, möchte man an seinen Lebenszielen vielleicht auch etwas verengt. Dann. Und das kann durchaus auch mal die Beziehung beinhalten. Also ganz häufige Streit. Gründe sind beispielsweise Medien feiern. Also fahren wir zu deiner Familie. Fand er zu meiner Familie Van überhaupt zur Familie. Dann die Arbeitsteilung bei den Vorbereitung und für Weihnachten. Wieviele With Glieder der Familie, welche Freunde eingeladen werden sollen. Dann gibt es natürlich auch unterschiedliche Bräuche und Traditionen zu Weihnachten. Selbst so was Banales wie Was sehen wir im Fernsehen an.

Weihnachten kann einfachen Streitthema werden. Das Weihnachten, das Fest, der Harmonie sein soll.

Das ist ja eine schöne Erwartung. Und dass es eine Hoffnung. Aber je höher eine Erwartung ist, umso tiefer ist natürlich der Fall in die Enttäuschung. Wenn das da nicht zu eintrifft, wie man sich das gewünscht hat. Denn die eigene Biografie, die eigene Historie, hat ja sehr viel damit zu tun,

womit man Weihnachten verbindet und was man erneut erleben möchte. Ist es sinnvoll, sich darüber auszutauschen, denn möglicherweise sind die Erfahrungen sehr unterschiedlich gewesen. Und dadurch auch die Erwartungen ganz andere nicht auf der Sachebene bleiben und versuchen, sich mit Argumenten gegenseitig zu bewerfen. Denn dass es unglaublich ermüdend. Und das hat auch den großen Nachteil, wer dich nicht verstanden, werde ich nicht gehört. Dann habe ich den Eindruck. Hier stimmt was nicht. Es ist sinnvoll, auf der emotionalen Ebene, solche emotionalen Konflikte auch zu sprechen. Das heißt, ich habe die Sorge, dass ich befürchte, dass das sind. Die besseren Einstiege für einen Konflikt, der dann auch nicht zum Streit eskalieren Moss. Es kann sehr verschiedene Effekte erzielen.

Wenn man in einen Streit als Außenstehender eingreift, kann für das Paar das streitet beispielsweise Gagern sinnvoll sein. Weil die haben dann plötzlich einen gemeinsamen Gegner, verbünden sich und fühlen sich wieder als Team. Und nicht mehr als Feinde. Das wäre positiv, ist aber schlecht für denjenigen, der in den Streit eingestiegen ist. Aus diesem Grund würde ich immer empfehlen lassen, Sie 's lieber aber machen Sie vielleicht auch deutlich, dass das nicht der Grund ist. Warum sie eigentlich gemeinsam feiern wollten, anderen beim Streiten zuzusehen? Sehr gerne. Auch Ihnen. Frohes Fest

Psychologin über Strategien beim Impfstreit an Weihnachten

"Egal bei welchem Thema, immer die Ruhe bewahren"

Also, wir könnten uns vorher darauf vereinigen, mit den Menschen, mit denen wir Weihnachten feiern wollen. Dass wir das Thema sozusagen vorher schon erledigt haben, indem wir es zum Beispiel sagen Okay. Wir sind unterschiedlicher Meinung.

Wir klammern es Herz aus für die Festtage. Ah, das geht viel leichter, wenn ansonsten eine sehr gute und stabile Basis,

da es ansonsten gilt, Themen ausklammern und sozusagen ein Tabu aufbauen. Er meistens kommt das durch die Hintertür wieder rein. Bei Weihnachten es eine Besonderheit, dass dieses Fest, der Harmonie, das ist ein sehr hoher Anspruch.

Und gerade dieser hoher Anspruch führt oft dazu, dass gerade dann an Weihnachten viele Konflikte und Streits aufbrechen. Also, das ist sehr bekanntes, erkennt man aus allen Studien am Weihnachten, ist dann grade nicht harmonisch, weil es das sein soll. Erman auch aus verschiedenen Studien weiß man das grade mit Verwandten,

Konflikte oder Streit gar nicht dazu führen, dass mehr des entsteht.

Also in Freundschaften muss man tatsächlich mehr dafür tun, dass sie Konflikte übersteht. In erinnern Verwandtschaft. Und in der Familie ist es so, dass Konflikte sogar zum mehr Nähe beitragen können. Bei diesem Thema braucht man kaum davon auszugehen, dass die Stimmung nicht kippt.

War hell, ist ebenso hochgekocht, S und R die beste Möglichkeit Erman.

Dieses Thema nicht auszusparen, aber auch nicht sofort. In verhärteten Fronten vom Tisch aufzuspringen es, dass man auf die möglichst dahinter liegenden Emotionen. Und das sind vor allem Ängste sich darüber verständigt, indem man zum Beispiel fragt erzähl doch mal,

was Was ist denn die Sorge Und, was ist deine Angst am warum du dich nicht impfen lassen willst? Ich will das Tier gar nicht ausreden. Ich würde gerne verstehen, warum es bei dir so ist. Und da muss man nicht drüber argumentieren, sondern diese Sorge. Oder? Diese Angst ist einfach da. Emotion nein, kann man nicht wegreden. Da geht es vor allem darum, sich gegenseitig zu verstehen und dadurch sich zu vermitteln.

Ich bin an dir als Mensch weiterhin interessiert. Genau. Also beenden es oft eine gute Lösung, um noch weiter zusammen feiern zu können. Ich würde immer empfehlen, das aber auch direkt anzusprechen und

zu sagen Okay Wir haben uns jetzt über diese schwierige Thema Impfen unterhalten und merken, wir kommen nicht weiter. Lassen wir es für den Rest des Abends. Wir haben unterschiedliche Positionen. Und damit müssen wir jetzt leben. Und, Beschließen wird das Thema jetzt und widmen wir uns dem Weihnachten Bayern. Dann wird das sicher ein schwieriges Gespräch.

Aber wen man in sein Haus ein lädt, das bleibt weiterhin die eigene Entscheidung. Und da sollte man auch sehr auf sein Gefühl hören.

Und da drauf achten er letztlich, was das Bauchgefühl sagt. Und man kann sich auch fragen, was wäre, wenn zum Beispiel eine Ansteckung passiert? Kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren, oder möchte ich es nicht tun? Ja. Vielen Dank

© HIT RADIO FFH

"Einfach mal die Situation verlassen"

Psychologin Yvonne Beuckens aus Bad Nauheim empfiehlt am 23.12. nochmal in sich zu gehen und zu hinterfragen, ob der Heiligabend wirklich der schönste Tag des Jahres wird: "Dann sollte man die Erwartungen dringend runterschrauben. Je geringer die Erwartung, desto mehr kann Freude entstehen."

Die Erziehungspeitsche ist unangebracht

Die aktuelle Situation, der Stress des Jahres spielen da mit rein. Die Zündschnur wird kürzer und schon unwichtige Themen können Auslöser für eine verbale Eskalation werden.

Insbesondere bei Kindern ist der Heiligabend auf jeden Fall der falsche Tag, um die Erziehungspeitsche rauszuholen, meint Yvonne Beuckens: "Einfach mal kurz die Situation verlassen, nach dem Braten schauen und dann geht es oft auch wieder..."

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