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Diese Pflanzen solltest Du im Winter säen

Kaltkeimer lieben Frost - Diese Pflanzen solltest Du im Winter säen

Ein abwechslungsreicher Garten beherbergt in Hessen viele sogenannte "Kaltkeimer". Die Samen dieser Pflanzen brauchen die Kälte und leichten Frost, um keimfähig zu werden und so wachsen und blühen zu können. Dafür sind mehrere Woche bei Minusgraden sowie feuchte Erden nötig. 

Erde muss feucht bleiben

Am besten plfanzt man Kaltkeimer-Samen in Tontöpfe oder Schalen mit sogenannter "Aussaaterde" - diese lässt man im Freien. 

Bis die Samen keimen können, muss die Erde zwingend feucht bleiben - mindestens vier bis sechs Wochen. Daher sollte man die Gefäße in Folie einkleiden oder in ein Frühbeet stellen. Sollte es schneien: keine Sorge. Kaltkeimer lieben das und der Kälteschleier begünstigt das Wachstum. 

Sprießen die ersten Blätter, sollte man die Pflanzen in einen Wintergarten oder ein geschlossenes Frühbeet umziehen. Ab sofort sollten die Kaltkeimer vor Frost geschützt werden. Kühl und hell sollte das Plätzchen dennoch sein. Nach der Frostperiode sollten die Pflanzen an den Platz kommen, wo sie zukünftig stehen und wachsen sollen.

Bis ins Frühjahr möglich

Prinzipiell kann man Kaltkeimer auch im Frühjahr pflanzen. Sollte die Temperatur jedoch rasch steigen, kann das den Keimerfolg stark beinträchtigen. Kleiner Tipp: den Winter für die Samen kann man das ganze Jahr über auch im Kühlschrank simulieren.

Welche Kaltkeimer gibt es?

Bei den meisten Kaltkeimern handelt es sich um mehrjährige Stauden und Gehölze. Viele der heimischen Pflanzen sind Kaltkeimer. Dazu zählen unter anderem folgende:

  • Akelei
  • Alpenveilchen
  • Aronstab
  • Aster
  • Bärlauch
  • Christrose
  • Clematis
  • Echinacea
  • Eisenhut
  • Enzian
  • Fetthenne
  • Funkien
  • Kornblume
  • Kuhschelle
  • Narzissen
  • Pfingstrose
  • Primeln
  • Schlüsselblume
  • Veilchen

Wurzeln vor Minusgraden schützen

Blumenzwiebeln, wie die von Tulpen, Narzissen und Krokussen, die letzten Herbst eingepflanzt wurden, sollten den Bodenfrost überstehen. 

Wer einen Feigenbaum oder ähnliches gepflanzt hat, bei welchem die ersten kleinen Knospen schon zu sehen sind, sollte die Pflanze gut abdecken. Und auch ein Beet mit mediterranen Kräutern wird die frostigen Nächte nicht überstehen. Kräuterbeete kann man nachts beispielsweise mit einer Fleecedecke wärmen.

Wurzeln schützen!

Bei Pflanzen in Töpfen und Kübeln gilt: Grundsätzlich sollten die Wurzeln in frostigen Nächten geschützt werden. Blumen- und Pflanzenkübel am besten auf eine Fußmatte stellen und eine isolierende Decke drüberlegen. Und wenn möglich die Pflanzen auch unterstellen - oder einfach einen Pappkarton darüber legen. Das Ziel ist, dass sich die Luft um die Blumen und Pflanzen erwärmen kann. 

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