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Kino-Tipp: The Commuter

Jetzt neu im Kino - "The Commuter": Top oder Flop?

Wenn’s hart auf hart kommt, muss auf der Leinwand oft Liam Neeson ran. Dieses Mal prügelt und ballert er in einem Pendlerzug. FFH-Kinomann Volker Willner hatte sich mehr erhofft.

Die Story hat Potential: Als Versicherungsmakler pendelt Liam Neeson täglich zwischen seinem Vorstadt-Idyll und dem hektischen Manhattan. Nach einem üblen Tag im Büro setzt sich eine rätselhafte Fremde zu ihm ins Abteil. Sie bietet ihm viel Geld für einen mysteriösen Job: Er soll im Zug einen Passagier finden, von dem er nur einen falschen Namen kennt.

Beim nächsten Halt steigt sie aus und Mr. Neeson merkt: Das Ganze ist ein Himmelfahrtskommando. Nicht nur er selbst kann dabei draufgehen – auch alle Zuginsassen und sogar seine Familie zuhause.

Action auf Schienen

"The Commuter" schafft schnell eine beklemmende Atmosphäre. Wir sind als Zuschauer genauso ahnungslos wie der überrumpelte Pendler. Liam Neeson schlägt sich wacker in der Rolle,  und das dürfen wir wörtlich nehmen, wie meistens bei ihm. Was als Psychodrama startet, wird schnell zum Actionkracher. In diesem Thriller steckt alles, was wir auf Schienen im Kino gesehen haben – von "Mord im Orient Express", über "Die Entführung der U-Bahn Pelham 123" bis "Unstoppable". 

Vertrackter Plot

Leider ist der Film komplett überkonstruiert. Eine krude Geschichte, bei der wir auch am Schluss nicht richtig durchblicken. Aber bloß nicht hinterfragen, sonst merken wir, dass schon die Ausgangssituation reichlich Logik-Löcher hat... 

Zehn Euro kostet unser Kinoticket, sechs ist es wert.

Volker Willner

Reporter:
Volker Willner

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