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CEBIT in Hannover: Festival mit bohrenden Robotern

CEBIT in Hannover - Festival mit bohrenden Robotern

Mit einem komlett neuen Konzept geht die traditionelle Technikmesse CEBIT dieses Jahr an den Start. Spannende Zukunftsvisionen gibt es aber weiterhin zu sehen. 

Wer in diesem Jahr an den Ständen der CEBIT-Aussteller vorbeischlendert wird vor allem zwei Themen entdecken: Künstliche Intelligenz und Mobilität. Geräte die selber lernen oder uns schneller an unser Ziel bringen finden sich fast überall.

Hilfreiche Roboter

© dpa

Handwerks-Roboter ARMAR-6

Roboter im Alltag, irgendwie klingt das ja immer noch ein bisschen nach Science-Fiction. Aber wenn man sich auf der CEBIT in Hannover umguckt: Lange dauert es nicht mehr, bis sie wirklich kommen. Da gibt es zum Beispiel einen Roboter, der im Hotel weiß wer du bist und dir hilft dein Zimmer zu finden. Roboter, die mehrere Sprachen sprechen und Kundenfragen beantworten können und ein Roboter, der Handwerkern zur Hand gehen kann. 

ARMAR-6 hat zwei Arme und fast menschliche Hände und kann mit Werkzeugen umgehen. Auf Kommando schnappt er sich zum Beispiel die Bohrmaschine und bringt sie seinem menschlichen Kollegen. Oder er bohrt das Loch einfach selber, wenn man das denn will. Und ARMAR-6 kann lernen, mit neuen Werkzeugen umzugehen. Durch beobachtung erkennt die künstliche Intelligenz, wo ein Werkzeug gehalten werden muss, und welche Bewegungen man mit ihm üblicherweise ausführt.

Kluge Bahnsteige

Auch die Deutsche Bahn ist auf der diesjährigen CEBIT vertreten. Im Zug der Ideen zeigt der Konzern, wie ein Regionalzug der Zukunft aussehen könnte. Ruhezonen, Plätze zum Computer-Spielen, mobile Arbeitsplätze und sogar ein Sportstudio mit digitalem Fitnesscoach kann man in dem Zug bewundern. Ob ein solcher Zug aber jemals regulär auf die Strecke geht, darf man zu Recht bezweifeln. Etwas praxistauglicher ist da sicherlich der intelligente Bahnsteig. Bei ihm sind im Boden jede Menge kleine LED-Lämpchen eingebaut, die schon vor der Einfahrt des Zuges anzeigen, wo die Türen sein werden. Auch wo im Zug sich noch freie Sitzplätze befinden, soll so angezeigt werden können.

Fliegende Taxis

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Erfindung aus dem FFH-Land: Der Volocopter am Stand von Intel.

Ein echter Hingucker am Stand von Intel: Der Volocopter aus Bruchsal. Eine Drohne im XXL-Format: So groß, dass in einer Kabine daran Menschen mittfliegen können. Und trotzdem soll sich das Gefährt so einfach steuern lassen, wie die kleinen Drohnen, die wir alle von daheim kennen. Erste Testflüge in Dubai hat der Volocopter schon Ende des letzten Jahres absolviert - auf der CEBIT können sich Besucher das beeindruckende Gerät einmal von nahen angucken. Allerdings nur am Boden: Fliegen wird das Austellungsexemplar nicht.

Drinnen Technik, draußen Sommer-Party

Nachdem in den letzten Jahren die Besucherzahlen der CEBIT stetig gesunken sind, wagt die Messe in diesem Jahr einen Neu-Anfang mit geändertem Konzept. Statt dunklen Messehallen sollen in diesem Jahr Partys, Konzerte und Festival-Stimmung vor allem jüngere Besucher anlocken. Dafür, und um mehr zeitlich Abstand zu Konkurrenz-Messen zu haben, wurde der Termin der CEBIT extra in den Sommer verlegt. Vor allem für das Abendprogramm hat die CEBIT sich einiges einfallen lassen. Stars wie Mando Diao und Jan Delay treten auf und abends um 22 Uhr startet Intel sein "Drohnenballet". 300 bunt beleuchtete Drohnen bringen eine beeindruckende Show an den Himmel von Hannover. 

Marc Adler

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Marc Adler

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