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Pelz-Ermittler: So vermeiden Sie echten Pelz

Pelz-Ermittler in Kassel - So vermeiden Sie echten Pelz

Dick eingemummelt sind die Hessen gerade bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt draußen unterwegs. Betrachtet man Jacken und Mützen genauer, so fällt auf, dass sehr viele am Kapuzenkragen oder an der Mützenbommel Pelz tragen. 

Pelz-Ermittler waren in Kassel

Viele wissen gar nicht, ob sie ein echtes oder künstliches Produkt tragen. Manchmal sind die Produkte sogar schlichtweg falsch deklariert, denn inzwischen ist echter Pelz - hergestellt unter tierunwürdigen Bedingungen - häufig billiger als Kunstpelz. Deswegen waren diese Woche die Pelz-Ermittler vom Tierschutzverein "Deutsches Tierschutzbüro" unter anderem auf dem Königsplatz in Kassel unterwegs. Sie haben gemeinsam mit den Passanten den Test gemacht.

Wie erkennt man Echtpelz?

Am Preis kann man nicht erkennen, ob es sich um ein echtes oder falsches Produkt handelt, sagen die Tierschützer. Es gibt drei einfache Methoden, mit denen jeder testen kann, ob man Kunstpelz oder echten Pelz trägt:

  1. Reinpusten: Fliegen die Haare beim Reinpusten leicht und neigen sich zur Seite, handelt es sich womöglich um ein Echtpelz-Produkt. Kunstpelz-Fasern kleben mehr aneinander und reagieren nicht so schnell auf Bewegung.
  2. Leder oder Webschicht: Wird echtes Fell vorsichtig auseinander gezogen, so stößt man häufig auf eine Struktur ähnlich der Kopfhaut. Bei Kunstpelz dagegen ist eine gewebte Textilschicht zu erkennen, in die die einzelnen Kunstfasern verwebt sind. 
  3. Anzünden: Dieser Selbst-Test bringt laut den Pelz-Ermittlern die größte Sicherheit. Dazu zupft man einfach ein paar Haare aus dem Pelz aus und zündet diese mit einem Feuerzeug an. Riecht es nach Plastik, handelt es sich um ein Kunstprodukt. Riechen die angezündeten Haare allerdings nach Horn, handelt es sich um echten Pelz. Eine absolute Sicherheit kann aber natürlich nur eine Laboranalyse bringen.

Die "Pelz-Polizei" macht den Geruchstest.

Madleen Khazim

Reporter:
Madleen Khazim

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