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Täuschend echt: Wieder Amazon-Fake-Mails im Umlauf

Phishing-Alarm: Täuschend echt! - Wieder Amazon-Fake-Mails im Umlauf

Und schon wieder sind Fake-Emails unterwegs, die angeblich von Amazon kommen. Diesmal ist es eine Phishing-Attacke.

Nicht klicken - und bloß nicht die Amazon-Daten eingeben!

Der Link in der Mail führt auf eine dubiose Seite namens "amazon-dashbord" - hier soll man sich dann mit seinen Amazon-Login anmelden um seine "Daten zu überprüfen".

Zack - wer das tut hat damit irgendwelchen Bösewichten den Zugriff auf sein Amazon-Konto gewährt - damit könnte der Dieb dann wirklich großen Schaden anrichten.

Die böse Mail sieht harmlos aus

Komische Mailadresse, die Mail weiß nicht, wie der Kunde heißt, Rechtschreibfehler und eine Domain, die gerade heute am 11. September erst registriert wurde. Hier stimmt so einiges nicht.

Amazon-Nutzer immer wieder Opfer von Phishing-Attacken

Da der Online-Händler häufig Mails an seine Kunden schickt, sind diese immer wieder Opfer von Phishing-Attacken. Mal warnen die Betrüger vor einer angeblichen Sperrung des Kontos, schicken gefälschte Rechnungen oder wollen vorgebliche Bestellungen bestätigen lassen. Das Ziel ist dabei immer dasselbe: Die Nutzer zum Klicken verleiten und dann auf eine gefälschte Seite bringen um entweder Kennwörter zu erbeuten oder Viren zu verbreiten.

Daher gilt generell, bei unerwarteten Mails oder Mail mit unerwartetem Inhalt nicht auf die enthaltenen Links klicken! Selbst wenn sie echt aussehen. Stattdessen lieber die Seite von Amazon direkt aufrufen. Dort im Kundenkonto können alle echten Bestellungen und Informationen eingesehen werden.

Gefahr durch Computervirus

Erst im Januar bedrohten gefälschte Emails Amazon-Kunden. Die täuschend echt aussehenden E-Mails informierten über eine angebliche Bestellung, enthielten aber einen Computervirus.

„Guten Tag, ihre Bestellung wurde versandt“ - dazu ein Rechnungsbetrag zwischen 50 und einigen hundert Euro. Alles im Amazon-Look gestaltet. Diese neue Spam-Mail ist selbst für erfahrene Nutzer auf den ersten Blick nur schwer als Fälschung zu enttarnen. Lediglich die Tatsache, dass in der Mail nicht steht, was genau bestellt wurde, verrät, dass es sich hier um eine Fälschung handelt. Stattdessen enthält die Mail einen Button mit angeblichen "Bestelldetails". Wer nun verwundert wissen will, was da angeblich zu einem unterwegs ist und den Button klickt, lädt sich ein Worddokument mit einem Virus auf den Rechner. Bei einem ersten Test wurde dieser Virus noch nicht von allen Virenscannern entdeckt.

Wer eine solche Mail erhält, sollte sie am besten direkt löschen. Es wurde nichts bestellt und es wird auch kein Rechnungsbetrag fällig. Wer sich unsicher ist kann außerdem auf amazon.de alle seine Bestellungen einsehen.

So sieht die Fake-Mail aus.

Wurde der Link allerdings geklickt, besteht die Gefahr, dass der Rechner mit dem Virus infiziert ist. In diesem Fall hilft nur der Gang zum Fachmann und eine komplette Neu-Installation. Sonst besteht die Gefahr, dass Kriminelle über den Virus Passwörter oder Kontodaten erbeuten und dann wirklich finanzieller Schaden entsteht.

Erst denken, dann Klicken

Dieses schlaue Motto hat sich die Webseite www.MIMIKAMA.at gegeben. Der "Verein zur Aufklärung über Internetmißbrauch" hat sich zum Ziel gesetzt, über alle möglichen Bösartigkeiten im Internet und den sozialen Medien aufzuklären. Ob Phishing, Viren oder Fake News - hier wird vor dem Klicken, Teilen, Liken oder Haten nachgedacht und recherchiert. Sehr empfehlenswert.

Marc Adler

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Marc Adler

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