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Aktion von Foodwatch: So sauber sind Restaurants

Aktion von Foodwatch - Wie sauber ist euer Lieblingsrestaurant?

© dpa

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie es eigentlich in der Küche oder Backstube eures Stammlokals aussieht? Genau da setzt eine Aktion von Foodwatch an. Seit Mitte Januar kann jeder über das Portal "Topf Secret" die Ergebnisse von Hygieneuntersuchungen in Lebensmittelbetrieben anfordern. Und zwar einfach und unkompliziert.

Das war zwar aufgrund des Verbraucherinformationsgesetzes auch bisher schon rechtlich möglich, aber mit bürokratischem Aufwand verbunden. Das Portal „Topf Secret“, das gemeinsam mit der Initiative „Frag den Staat“ entstanden ist, soll nun für mehr Transparenz sorgen und dabei helfen, mehr über die Hygiene in Bäckereien, Cafés, Supermärkten und Restaurants zu erfahren. Anfragen sind grundsätzlich für alle Lebensmittelbetriebe in ganz Deutschland möglich. Aufgrund des Gesetzes sind die Behörden zur Auskunft verpflichtet.

Laut des gemeinnützigen Vereins Foodwatch werden bei der Kontrolle von etwa jedem vierten Lebensmittelbetrieb hygienische Mängel festgestellt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse zu Schimmel, Ungeziefer, Mäusekot und Co bisher allerdings nur in Ausnahmefällen. Ob bei einer Untersuchung überhaupt Mängel gefunden werden, erfahren die Verbraucher so in der Regel nicht.

So funktioniert "Topf Secret"

Das Portal "Topf Secret" soll Hygienemängel bei Bäckereien und Co transparent machen.

Das Prinzip ist ganz einfach: Auf der Homepage www.topf-secret.foodwatch.de könnt ihr auf einer Karte ein Restaurant in eurer Stadt auswählen oder die Suchmaske benutzen. Mit wenigen Klicks könnt ihr dann die Anfrage an die Behörden stellen. Ein entsprechender Text wird in Form einer standardisierten Nachricht automatisch generiert.

Mehr Transparenz durch "Topf Secret"?
© foodwatch.org

Mehr Transparenz durch "Topf Secret"?

Ist die Anfrage verschickt, brauchen Verbraucher allerdings etwas Geduld: Die Behörden haben vier Wochen Zeit, um auf die Anfrage zu reagieren und die Ergebnisse der letzten Hygieneprüfung zu verschicken. Der Verbraucher kann die Antwort dann auf das Portal hochladen – und die Berichte so für alle Verbraucher zugänglich machen. Die Hoffnung der Portal-Betreiber: Wenn viele Menschen mitmachen und „Topf Secret“ nutzen, entscheidet die Bundesregierung vielleicht in Zukunft, die Veröffentlichung von Hygienemängeln gesetzlich vorzuschreiben.

Warum muss ich meinen Namen und meine Anschrift angeben?

Um eine Anfrage über "Topf Secret" zu verschicken, müsst ihr euren Namen, eure Email-Adresse und eure Postanschrift angeben. Die Gründe dafür sind praktische: Wie die Betreiber des Portals mitteilen, haben Tests ergeben, dass Anfragen ohne Namen und Adressen von den Behörden häufig überhaupt nicht beantwortet werden. In vielen Fällen hätten die Behörden zunächst die Postanschrift des Antragsstellers abgefragt. Um diesen Prozess zu beschleunigen, übermittelt das Mitmach-Portal diese Daten direkt.

Nicole Seliger

Reporter:
Nicole Seliger

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