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Kinotipp: Alita - Battle Angel

Neues von James Cameron - Kinotipp: "Alita - Battle Angel"

Das ist die volle Packung fürs Auge: 200 Millionen Dollar und 20 Jahre Vorbereitung hat Produzent James Cameron ("Titanic", "Avatar") in "Alita" gesteckt. FFH-Kinomann Volker Willner verspricht: Das sieht man auch.

Zehn Euro kostet unser Kinoticket, neun ist es wert.

Dieser stellenweise hyperrasante Blockbuster beginnt in aller Ruhe. Oscar-Preisträger Christoph Waltz durchwühlt bedächtig einen gigantischen Schrottplatz und sammelt Einzelteile zusammen. Aus denen bastelt er als postapokalyptischer Roboter-Doc einen Cyborg zusammen – Alita, das Mädchen mit den übergroßen Kulleraugen.

In den nächsten zwei Kinostunden erleben wir, was für eine übermenschliche Kämpferin in dieser Size-Zero-Rüstung steckt. Sie ist schnell wie ein Lichtstrahl und wendig wie ein Ninja auf Speed. Das muss sie auch sein, denn während sie herauszufinden versucht, wer sie einmal war, haben die üblen Machthaber der Stadt eisenharte Kopfgeldjäger auf sie angesetzt.

Wie in "Avatar" entführt uns James Cameron in eine ganz neue Welt. Auch diese Verfilmung eines japanischen Kult-Comics ist fast komplett am Computer entstanden – und das nahezu perfekt. Nur wenn Alita und andere Cyborgs sich in einer riesigen Arena beim "Motorball" Beulen holen, wirken die hektischen Bilder komplett künstlich.

Schauspielerin Rosa Salazar verleiht dem Maschinenwesen Alita eine wirklich rührende Menschlichkeit – auch, wenn ihr vielleicht im Lauf des Films zu viele Tränen übers Gesicht laufen. Überhaupt: Am stärksten ist "Alita: Battle Angel" in seinen leisen Momenten, wenn Christoph Waltz Vaterstolz ausstrahlen und sein Geschöpf einfach nur Tochter sein darf.

Achtung Spoiler: Im letzten Drittel bricht der Film ein Tabu. Normalerweise gilt in Hollywood: Egal wie viele Leute im Film draufgehen - der niedliche Hund muss überleben. Hier mal nicht: der niedliche Hund stirbt. Gewaltsam.

Alita: Battle Angel - der Trailer

Volker Willner

Reporter:
Volker Willner

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