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Aufräumcoach bei FFH: So mistet ihr effektiv aus

Aufräumcoach bei FFH - Wohnung und Keller effektiv ausmisten

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Viele Hessen wollen gerne zu Hause ausmisten und entrümpeln - wissen bei den vielen Sachen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Aufräumcoach Simone Jahn aus Reinheim hat uns ein paar Tipps gegeben, wie wir am besten Platz schaffen können.

Der erste Profi-Tipp: „Nicht gleich den größten Haufen oder größte Zimmer angehen, sondern mit einem kleinen Bereich beginnen“. Also sich nicht den vollgestopften Keller oder das Wohnzimmer auf einmal vorzunehmen, sondern die Räume in machbare Bereiche unterteilen.

Wenn ihr dann eure Schränke leerräumt, kann es trotzdem sein, dass es im Aufräumprozess manchmal chaotischer aussieht als vorher. „Diesen Punkt muss man aushalten“, sagt die Aufräum-Expertin und empfiehl auch, ganz wichtig, sich zwischendurch mal eine Pause zu gönnen. Das kann sogar helfen, mit einem zeitlichen Abstand einen anderen Blickwinkel auf das Zimmer zu bekommen.

Und wenn sich Jahn manchmal so gar nicht überwinden kann, aufzuräumen, wendet sie einen kleinen Trick an: Ein Geschwindigkeitsspiel gegen sich selbst! Dazu stellt sie sich den Wecker, zum Beispiel auf drei Minuten. In der Zeit probiert sie dann, so viel wie möglich in einer Ecke aufzuräumen.

Aufräumcoach Simone Jahn

Generelle Tipps für daheim

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Tipps gegen Chaos im Kinderzimmer

Aber wie machen wir es bei unseren Kids? Irgednwann kommt der Zeitpunkt, wenn Spielzeug und Kinderbücher langsam dafür sorgen, dass die Tür nicht mehr aufgeht. Für das Chaos im Kinderzimmer hat Jahn auch eine tolle Idee. Als erstes rät die Expertin gemeinsam mit den Kindern zu schauen, was die Kleinen behalten möchten, aber nicht unbedingt aktuell in ihrem Zimmer brauchen. Diese Sachen kommen dann in eine Archivkiste, auf die ihr die Jahreszahl schreibt. „Und ein Jahr später kann man dann gemeinsam in die Kisten reingucken und dann Dinge weggeben“, sagt Jahn.

Ganz wichtig sei es, als Eltern nicht über den Kopf der Kleinen zu entscheiden und über Spielzeug und Co immer gemeinsam zu sprechen.

Aufräumcoach Simone Jahn

Gemeinsam mit den Kids für Ordnung sorgen

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Noch mehr Aufräum-Tipps vom Profi

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Kleiderschrank ausmisten: Die Profi-Tipps

Träumen wir nicht alle davon: Ein Kleiderschrank nur voller Lieblingsteile. Jedes Kleidungsstück hat einen eigenen Kleiderbügel und die T-Shirts und Jeans sind schön säuberlich gefaltet, so dass ihr auf einen Blick eure komplette Auswahl sehen und euch dann für ein Outfit entscheiden könnt.

Die Realität sieht leider meist anders aus: Bis oben hin vollgestopfte Schränke, Kleiderbügel, auf denen zwei, drei oder mehr Teile gehängt werden und generell geht's einem besser, wenn man das Chaos im Kleiderschrank nicht vor Augen hat. Dabei macht Mode Spaß! Und in eurem Kleiderschrank verbergen sich sicher viele Lieblingsteile. Die gilt es zu finden!

Aufräumcoach Susanne Braatz sagt: "Wichtig ist, den Kleiderschrank komplett auszuräumen und alle Klamotten auf einen Haufen zu legen. Dann sortiert ihr in Ja-, Nein- und Vielleicht-Haufen."

Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Denn der Vielleicht-Haufen ist oft mindestens so groß wie der Ja-Haufen. Aber wohin mit den Maybe-Teilen? Die Aufräum-Expertin rät: "Für eine begrenzte Zeit kann man diese Teile noch behalten und explizit Kombi-Möglichkeiten suchen. Die Trennung fällt außerdem einfacher, wenn man sich denkt, dass jemand anderes vielleicht noch mehr Freunde an einem Kleidungsstück hätte, als man selbst."

Aufräumcoach Susanne Braatz

Kleiderschrank ausmisten: Tipps

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Wer einfach keinen Anfang beim Ausmisten findet, sollte sich Hilfe holen. Das muss nicht etwa professionelle Hilfe wie die der Aufräum-Expertin sein (denn die kann man auch buchen), sondern das kann der Partner oder die beste Freundin sein. Hauptsache, man macht einen Termin aus und hat dann die Verpflichtung, das Projekt auch anzugehen.

Keller ausmisten: Die Profi-Tipps

Der Keller. Das Problemkind im Haus. Kistenweise Zeug und keine Ahnung, was wo versteckt ist oder ob man die gelagerten Sachen überhaupt noch braucht. Auch wenn's ein leidiges Thema ist: Nur alle Kisten durchschauen und konsequent wegwerfen hilft hier! Das weiß auch Susanne Braatz. Sie rät im FFH-Interview, dass man sich erst einen Überblick über alle Dinge verschaffen soll, dann sortieren muss und schließlich nach Kategorien alles, was man noch behalten möchte, in Kisten räumt. Ganz wichtig: Labeln nicht vergessen! "Noch besser sind durchsichtige Kisten, so hat man direkt im Blick, was wo verstaut ist", sagt sie.

Wer auch hier wieder das Vielleicht-Problem hat: Susanne Baatz hat einen Tipp! Packt alle diese Sachen in eine Kiste, schreibt das aktuelle Datum drauf und gebt der Kiste eine sechsmonatige Schonfrist. Solltet ihr in diesen sechs Monaten nichts aus der Kiste gebraucht haben, wandert sie ungesehen in den Müll.

Aufräumcoach Susanne Braatz

Die Vielleicht-Kiste im Keller

Aufräumcoach Susanne Braatz

Den Keller ausmisten

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Und wie mistet ihr aus? Verratet es uns gerne in den Kommentaren!

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