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Alles neu macht der Mai - Das ändert sich

Alles neu macht der Mai - Diese Dinge ändern sich im Mai

Alles neu macht der Mai: Neue Geldscheine, eine Telefon-Obergrenze, mehr Zeit für die Steuererklärung – der Mai bringt einige Gesetzesänderungen für Deutschland und uns Hessen mit sich. Wir geben einen Überblick.

Günstigere Telefonate in der EU

Es ist noch nicht allzu lange her, da vermied man Anrufe ins oder aus dem Ausland der Kosten wegen lieber – doch damit soll spätestens im Mai Schluss sein. Wurde das Telefonieren innerhalb der EU in den letzten Jahren schrittweise günstiger, so wird mit 15. Mai  eine Telefon-Obergrenze eingeführt. Für Telefonate und SMS aus dem Heimatland ins EU-Ausland werden dann maximal 19 Cent pro Minute fällig – ob Festnetz-Telefon oder Handy spielt keine Rolle. Eine SMS soll maximal 6 Cent kosten. Laut Europäischem Verbraucherverband fielen in Deutschland zuletzt bis zu 1,99 Euro pro Minute für Auslandsgespräche per Handy an.

Wer bisher daheim zum Festnetztelefon oder Handy greift, um in anderen  EU-Ländern anzurufen, zahlt derzeit noch Preise, die die Anbieter frei bestimmen können. Damit ist jetzt Schluss.

Mehr Zeit für die Steuererklärung

Bisher wühlten sich im Mai viele durch Rechnungen, Belege und Steuerformulare. Denn bis Ende Mai musste die Erklärung vorliegen. Ab diesem Jahr haben Steuerpflichtige zwei Monate länger Zeit – Abgabeschluss ist jetzt der 31. Juli. Wer sich von einem Steuerberater helfen lässt, hat sogar bis Ende Februar 2020 Zeit. Bisher war die Abgabe mit Steuerberater stets am Ende des Folgejahres fällig.

Neue 100- und 200-Euro-Scheine

Die alten 100 und 200 Euro-Scheine haben ausgedient, ab 28. Mai kommen neue grüne und gelbe Geldscheine in den Umlauf. Die wichtigste Änderung: Die Scheine werden kleiner. Die Höhe der neuen Scheine entspricht nun der des 50-Euro-Scheines. Die kleineren Scheine sollen gewährleisten, dass sie besser in den Geldbeutel passen. „Größere“ Scheine ragten bisher in vielen Portemonnaies ein wenig heraus. An der Breite ändert sich nicht.

Ein neuer Schein bedeutet natürlich auch neue Merkmale, die mehr Sicherheit garantieren und vor Fälschungen schützen sollen. Kippt man die neuen 100 und 200 Euro-Scheine, ändert sich beispielsweise die Farbe der aufgedruckten Zahl. Auf der Vorderseite erscheint jetzt die markante Wertzahl in Smaragdgrün. Die Zahl gilt als auffälligstes und wichtigstes Sicherheitsmerkmal.

Während sich die 100 und 200-Euro Scheine verändern, werden die 500 Euro-Scheine gar nicht mehr gedruckt. Die Ausgabe der lilanen Geldscheine endete am 26. April.

Mindestlohn für Maler und Lackierer steigt

Der Mindestlohn für Maler und Lackierer wird zum 1. Mai angehoben. Ungelernte Arbeiter bekommen dann 10,85 Euro pro Stunde, Gesellen in Westdeutschland 13.30 Euro und in Ostdeutschland 12,95 Euro. Als „ungelernte Arbeitnehmer“ gelten laut Deutscher Handwerkszeitung Beschäftigte, die unter Aufsicht und Anleitung von Gesellen und Vorarbeitern arbeiten und in der Regel Hilfstätigkeiten ausführen.

Strengere Vorschriften beim Elektroschrott

Ab 1. Mai müssen Verbraucher ausgediente Verlängerungskabel, Lichtschalter oder Steckdosen als Elektroschrott gesondert entsorgt werden. Bisher konnte dieser Elektroschrott auch im Rest- oder Sperrmüll weggeworfen werden. Grund für die Änderung: Die Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) aktualisiert ihre Verwaltungspraxis und erfasst ab dem 1. Mai 2019 auch sogenannte „passive“ Elektro- und Elektronikgeräte, die Strom lediglich durchleiten, unter dem Elektro- und Elektronikgesetz.

Eine Ausnahme gibt es: Bauteile sind von der neuen Entsorgungsregel ausgenommen. Dazu zählen etwa Steckdosen oder Lampenfassungen, die in ein Gerät eingebaut werden. Kleiner Tipp: Elektro-Geräte, die nicht im Hausmüll entsorgt werden dürfen, sind mit einer durchgestrichenen Mülltonne gekennzeichnet.

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