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Neu im Kino - "Men In Black: International"

Neu im Kino - "Men In Black: International"

Weiter geht's mit dem Fortsetzungsfimmel im Kino. Die "Men in Black" müssen die Erde wieder vom Abschaum des Universums befreien - in neuer Besetzung. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Geiles Design, zu viel Gedöns. 

Zehn Euro kostet unser Kinoticket, fünf ist es wert.

Nix mehr mit Will Smith und Tommy Lee Jones. Für Smart- und Coolness in schwarzen Anzügen sind jetzt Chris Hemsworth und - huch! - eine Frau zuständig: Tessa Thompson. Als Nachwuchsagentin hat sie’s nicht leicht in der Männerwelt der Alienjäger. Da fahren die Kerle die schicken schwarzen Dienstwagen und von "Women in Black" redet keiner. Natürlich passieren bald schon Dinge, die das sehr ansehnliche Duo zusammenschweißen. Liam Neeson und Emma Thompson runden als Chefs den Cast ab.

"Men in Black: International" sieht in jeder Sekunde schick und stylish aus. Die neuen Agents sind ein cooles Paar, das aus allen Rohren feuert. Aliens hat's in voller Bandbreite von wahnsinnig niedlich bis vollkommen ekelhaft. Auch an Sprüchen fehlt's nicht. Trotzdem enttäuscht das Spektakel. Vor allem, weil die Story so uninspiriert und belanglos ist. Nur die beiden Thompsons Emma und Tessa machen mit ihrer feinen Ironie Spaß im MIB-Machoparadies.

Was unterm Strich steht, ist eine knapp zweistündige Leistungsschau dessen, was tricktechnisch und kawummsmäßig möglich ist. Und die ist nach dem Kinobesuch so schnell vergessen, als wäre man geblitzdingst worden.

Ach ja: Falls ihr wegen des werbebetrommelten Gastauftritts von Kicker Jerome Boateng reingehen wollt - seine drei Sekunden Screentime retten auch nichts. 

Men In Black: International - der Trailer

© Sonypictures
Volker Willner

Reporter:
Volker Willner

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