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Kinotipp: Toy Story 4

Kinotipp: Toy Story - Alles hört auf kein Kommando

Dieses Spielzeug hat kein Verfallsdatum: Woody, Buzz Lightyear und Co. sind nach neun Jahren fern der Leinwand wieder da. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: überraschend frisch und cool chaotisch.

Zehn Euro kostet unser Kinoticket, neun ist es wert.

Mit „Toy Story“ sind wir aufgewachsen. Unglaublich, dass es die Reihe schon 24 Jahren gibt.  Ganz ehrlich: Ich habe sie nicht vermisst in den letzten Jahren. Aber schon nach wenigen Minuten im Kino war ich happy, dass sie wieder da sind.

Plastik-Cowboy Woody lebt jetzt in einem anderen Kinderzimmer. Er gehört nun der kleinen Bonnie. Als sie mit ihren Eltern auf einen Roadtrip geht, beginnt für Woody ein Wahnsinnsabenteuer. Denn auf der Reise muss er Forky beschützen – ein Figürchen mit Minderwertigkeitskomplex, das Bonnie aus einer Plastikgabel, Kaugummi und einem Eisstiel gebastelt hat.  So mischen neben alten Bekannten einige neue Figuren mit – wie die plüschigen Großmäuler Ducky und Bunny von der Schießbude. 

Auch im vierten Teil „Toy Story“ erleben wir, was Spielsachen treiben, wenn wir nicht hingucken: vor allem halsbrecherische Rettungsaktionen im Wohnmobil, im Antiquitätenladen und auf dem Rummelplatz. Das hat gerade so viel Handlung wie nötig, aber so viel Tempo wie möglich. Es grenzt an „Mission: impossible“, hat aber trotzdem leise und berührende Momente.

Die knallbunten Bilder sind grandios bis ins kleinste Detail: Der heftige Regen zu Filmbeginn sieht so megarealistisch aus wie Bonnies Lippen, die sie im Schlaf bewegt. Mit etwa 90 Minuten wird die ganze Sache nicht überstrapaziert, und wer beim Abspann sitzenbleibt, wird mit ein paar Extraszenen belohnt. 

Du denkst, Du bist inzwischen zu alt für sprechendes Spielzeug? Bist Du nicht!   

Toy Story 4 - Trailer

Volker Willner

Reporter:
Volker Willner

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