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Neu im Kino: König der Löwen

Shakespeare in der Savanne - Kinotipp: Disneys "König der Löwen"

Nix mehr mit Zeichentrick. Jetzt sind Simba, Scar, Timon und Pumbaa superrealistisch am Computer entstanden. FFH-Kinomann Volker Willner ist begeistert: Alles hakuna matata... 10 Euro kostet unser Kinoticket, 10 ist es auch wert.

Aus alt mach alt, mach neu

Was singen die da am Anfang? „Naaaassipennyaaa“?? Ich hab’s auch beim Original von 1994 nie verstanden. Ist aber egal. So startet auch das Remake – und sofort packt uns dieses Afrika-Gefühl. Die Tiere strömen zum Löwenfelsen und huldigen dem neugeborenen Königssohn. Die Story ist klassisches Drama: Verrat, Königsmord, Tyrannei, Liebe, Erlösung. Praktisch Shakespeare à la Disney in der Savanne. Der neue Film ist fast deckungsgleich mit dem ersten. Einige Szenen sind praktisch 1:1. Ab und zu schmuggeln sich frische Details ein, ein paar Sprüche sind modernisiert.

Unglaublich reale Bilder!

Den Riesenunterschied machen die perfekten, lebensechten Bilder. Ihnen siehst Du an, warum „Der König der Löwen“ angeblich eine Viertelmilliarde Dollar gekostet hat. Jedes Haar bei Simba, jede Borste bei Warzenschwein Pumbaa, jede Bewegung der Tiere und die großartigen Landschaften wirken unglaublich real. Ein weiteres Meisterstück der Macher ist, dass es uns nicht stört, die „echten“ Tiere sprechen zu sehen.

Eine emotionale Achterbahn

Vielleicht packt uns diese Echtheit in Allem auch mehr als beim alten 2D-Zeichtentrickvorgänger. Das flauschige Löwenbaby lässt uns mehr strahlen, die Tränen fließen leichter, wenn der kleine Simba seinen toten Vater verzweifelt mit der Pfote anstupst. Überhaupt ist die Massenpanik der Gnus, der Mufasa zum Opfer fällt, eine der stärksten Szenen des Films. Zugegeben: Das ist heftig für kleine Kinder. „Der König der Löwen“ ist freigegeben ab sechs Jahre. Meine Empfehlung als Vater: Acht Jahre sind ein besseres Anfangsalter für dieses Disney-Abenteuer.

10 Euro kostet unser Kinoticket, 10 ist es auch wert.

König der Löwen: Der Trailer

Volker Willner

Reporter:
Volker Willner

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