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So macht ihr alte Dinge zu Geld

Bücher, Filme, Kleidung - So macht ihr eure alten Dinge zu Geld

© PR/momox

Mitarbeiter von Momox prüfen Ware vor dem Ankauf

Seien wir ehrlich: In unseren Schränken und Regalen sammelt sich so einiges, was wir nicht mehr wirklich brauchen. Was zum Wegwerfen auch zu schade ist, lässt sich aber vielleicht noch tauschen oder zu Geld machen. Das spart Müll, schont die Umwelt und womöglich freut sich noch jemand darüber. Im Internet gibt es jede Menge Anbieter, die euch dabei helfen und einen Großteil der Arbeit abnehmen. Wir stellen euch einige vor.

Momox

Momox kauft und verkauft gebrauchte Kleidung, Bücher, Filme, Games und CDs. Hier erhaltet ihr also direkt Geld für eure aussortierten Dinge und müsst nicht darauf warten, ob sich ein Käufer findet.

Auf der Webseite von Momox gebt ihr einfach ein, was ihr verkaufen wollt. Für Kleidung muss der Hersteller und die Art angegeben werden, alle anderen Produkte werden über den Strichcode identifiziert. Im nächsten Schritt zeigt der Anbieter dann, wieviel Geld ihr bekommen würdet. Per Paket schickt ihr die Produkte dann an Momox. Habt ihr einen Verkaufswert von über 10 Euro zusammen, geht das sogar versandkostenfrei.

Unser Fazit zu Momox

Der große Vorteil von Momox: Der Verkäufer weiß vorab ziemlich genau, wieviel Geld er bekommen wird. Auch der Arbeitsaufwand ist angenehm gering: Produkte eingeben, Paket packen, fertig. So macht das Ausmisten Spaß.

Einige Nachteile hat Momox aber auch. Viele Produkte kauft der Anbieter erst gar nicht an - Nischenprodukte wird man hier nicht los. Außerdem muss alles in einem sehr gutem Zustand sein. Entsprechen die eingeschickten Gegenstände bei der Prüfung nicht den Ansprüchen, werden sie abgelehnt - und das sind nach Angaben von Momax zwischen 20 und 30 Prozent. Ärgerlich: Wer sein Eigentum dann zurück haben will, muss dafür vier Euro Versandkosten zahlen.

Zur Webseite von Momox

Tauschticket

Wie der Name schon sagt, geht es bei "Tauschticket" um das Tauschen von Dingen. Ihr erhaltet also kein Geld für eure nicht mehr gebrauchten Gegenstände, sondern sogenannte "Tickets". Mit denen könnt ihr dann auf der Seite stöbern und euch irgendetwas aussuchen, dass euch gefällt. Und die Auswahl bei "Tauschticket" ist wirklich beeindruckend. Von Elektronik über Camping, Kleidung, Bücher und zahlreiche weitere Kategorien findet man fast alles, was das Herz begehrt. Je nach Wert kann ein Tausch bis zu 20 Tickets kosten - wer also etwas teures ertauschen will, muss vorher schon selber ordentlich Dinge angeboten haben, um genug Tickets zusammen zu bekommen. Zusätzlich wird eine Gebühr für jeden erfolgreichen Tausch vom Empfänger kassiert.

Unser Fazit zu Tauschticket:

Die Auswahl bei Tauschticket ist sehr gut. Bis man sein erstes ertauschtes Produkt in den Händen hält, ist allerdings recht viel Aufwand notwendig: Produkte anbieten, versenden, Tickets sammeln. Außerdem muss auch noch Tauschguthaben auf das eigene Konto geladen werden, um die Gebühren zu bezahlen. Dafür könnt ihr aber auch quasi alles los werden oder ertauschen.

Finanziell lohnt sich das nicht zwangsweise. Für jeden erfolgreichen Tausch verlangt der Anbieter vom Empfänger zwar nur eine Tauschgebühr von 49 Cent, um genug Tickets zusammen zu bekommen muss ein Nutzer aber auch schon einige Produkte selber verschickt haben, für die er jedes Mal Porto bezahlen muss. So kann die Blu-Ray für drei Tickets durchaus teuer werden.

Auch die Regelung für fehlgeschlagene Tauschvorgänge ist eher kompliziert. Zuerst muss Kontakt mit dem Versender aufgenommen werden. Schlägt dies fehl, muss der Tausch im System mit 0 Sternen bewertet werden. Danach soll der Nutzer Kontakt mit dem Support aufnehmen, der den Vorgang prüft und dann Tickets und Gebühr zurück erstattet.

Zur Webseite von Tauschticket

reBuy

ReBuy kauft eure ausgemusterten Gegenstände zum Festpreis. Angenommen werden Elektronik, Bücher, Filme und Musik. Im Gegensatz zu Konkurrent Momox kauft euch reBuy auch Produkte mit Mängeln oder im schlechteren Zustand ab. Bei Elektronik führt ein Online-Assistent durch den Verkaufsprozess, bei dem ihr auch eine Einschätzung zum Zustand des Produktes abgeben könnt, Bücher und andere Medien werden direkt angenommen. Sind alle Produkte auf der Webseite eingegeben, können sie ab einen Verkaufspreis von 10 Euro kostenfrei an reBuy geschickt werden.

Unser Fazit zu reBuy

In unserem Kurz-Test hat reBuy einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Die Abwicklung ist unkompliziert und als Verkäufer weiß man direkt, mit wieviel Geld zu rechnen ist. In unserer Stichprobe wurden alle Produkte angekauft, selbst solche die Konkurrenten abgelehnt haben. Sogar unsere fünfzehn Jahre alte Ausgabe des Dudens würden wir hier noch loswerden - allerdings für einen eher symbolischen Betrag von 12 Cent.

Auch positiv: Sollte die Qualität eines Produktes von reBuy als nicht ausreichend eingeschätzt werden, so wird ein neuer Preisvorschlag gemacht. Ist das Gebot zu niedrig, erhält man seinen Besitz auf Wunsch kostenfrei wieder zurück. Vorsicht: Reagiert ihr auf das neue Gebot nicht innerhalb von 14 Tagen, gilt es als angenommen. 

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Kleiderkreisel

Platz schaffen im Kleiderschrank oder günstig neue Teile erstehen. Kleiderkreisel ist eine Second Hand Plattform für Klamotten, Taschen und Accessoires. Verkauf und Abwicklung wird dabei von den einzelnen Nutzern übernommen, Kleiderkreisel bringt nur Verkäufer und Käufer zusammen. Auf der Seite stellt ihr einfach eure zu verkaufenden Teile ein, gebt einen Wunschpreis an und wartet darauf, dass sich ein Käufer meldet. Die Bezahlung erfolgt entweder direkt oder kann gegen Gebühr über Kleiderkreisel abgewickelt werden. Bei diesem Modell bietet Kleiderkreisel einen Käuferschutz und erstatt das Geld zurück, falls es Probleme beim Versand gibt.

Unser Fazit zu Kleiderkreisel

Das Angebot ist riesig. Durch das offene Modell kann man hier jedes beliebige Kleidungsstück anbieten. Die Kehrseite ist dabei, dass man als Verkäufer auch fast alles selber machen muss. Jedes Kleidungsstück will einzeln fotografiert und beschrieben werden. Und der Verkaufserfolg hängt stark davon ab, wie gut das Foto am Ende ausfällt. Auch um den Versand muss sich jeder selber kümmern. Dafür können egschickte Verkäufer aber auch deutlich mehr Geld raus holen, als wenn sie den Verkauf an einen Anbieter übergeben, der Festpreise bietet.

Zur Webseite von Kleiderkreisel

Marc Adler

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Marc Adler

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