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Steffi Burmeister: Eine Nacht mit der Polizei

So viel passiert in einer Nacht - Steffi Burmeister begleitet die Polizei

Von 18 bis 6 Uhr - zwölf Stunden unterwegs mit der Polizei. FFH-Moderatorin Steffi Burmeister hat eine komplette Nacht miterlebt, was alles im Polizeidienst passiert; unterwegs auf Streife in Offenbach...

Das soll eine ruhige Schicht gewesen sein? So sehen es zumindest Christian und Alexander vom 1. Polizeirevier in Offenbach, die Steffi Burmeister eine Nacht lang begleiten durfte. Steffi hat einen ganz anderen Eindruck - gefühlt ist ständig etwas passiert. Aber die beiden Profis sind wohl noch viel mehr gewohnt.

Diebstahl an der Gartenlaube

Die Nacht beginnt mit einer Solarzelle - genauer gesagt mit einer fehlenden Solarzelle. Alexander, Christian und Steffi werden zu einem Kleingarten gerufen. Hier haben sich Diebe an der Solaranlage der Gartenlaube zu schaffen gemacht. Die Polizisten untersuchen den Tatort, nehmen vor Ort Fingerabdrücke und dokumentieren ihre Beobachtungen. Mehr können sie aber nicht tun.

Zurück auf dem Revier wartet auf Steffi Burmeister ihre erste Aufgabe: Drogen in Tütchen verpacken. Diese hatten die beiden Polizisten vorher einigen Jugendlichen abgenommen, jetzt müssen sie ordentlich als Beweismittel in der Asservatenkammer eingelagert werden. Viel Zeit auf dem Revier werden Steffi und die Polizisten in dieser Nacht aber nicht verbringen. Abgesehen von einigen kurzen Pausen sind sie unterwegs, fahren von Einsatz zu Einsatz.

Häufiger Einsatzgrund: Familienstreitigkeiten

Vor allem zu Familienstreitigkeiten werden sie häufig gerufen: Da gilt es dann oft einfach zu schlichten. Ist Gewalt im Spiel müssen die Polizisten aber auch schon mal härter durchgreifen. In einer Wohnung treffen sie auf einen Alkoholiker und seine Mutter. Er hat sie offensichtlich geschlagen, trotzdem nimmt sie ihn in Schutz. Alexander und Christian entscheiden, dass es hier notwendig ist, den Mann aus der Wohnung zu schmeißen.

Vor einer anderen Wohnung müssen die Polizisten einen Mann sogar festnehmen. Er hatte einen Teil seiner Familie bedroht und deren Auto beschädigt. Selbst als die Polizisten eintreffen, beruhigt er sich nicht. Es schient ihm aber auch nicht sonderlich gut zu gehen und so entscheiden sich die Polizisten dafür, den Krankenwagen kommen zu lassen, der den Mann erst einmal mitnimmt.

Auch zu einem Brand werden die Streifenpolizisten hinzu gerufen. Doch in diesem Fall deutet nichts auf Brandstiftung hin.

Einsätze "wie im Film"

Ganz "wie im Film" fühlt sich Steffi Burmeister in dieser Nacht auch, als die Polizisten eine Frau, der vorgeworfen wird mit einem Freund einen Bekannten zusammengeschlagen zu haben, in die Kartei aufnehmen. So wie man es aus den Krimis kennt, nehmen die Polizisten Fingerabdrücke und machen Fotos.

Zwischen all diesen Einsätzen sind Alexander und Christian selbstständig auf Streife unterwegs, machen Personen und Verkehrskontrollen. Sogar eine kleine Verfolgungsjagd mit Blaulicht erlebt Steffi Burmeister an diesem Abend mit, als die Polizisten ein paar flüchtige Fahrraddiebe jagen.

Fehlschlag am frühen Morgen

Die Nacht endet mit einem Mädchen - genauer gesagt mit einem fehlenden Mädchen. Der jungen Frau hätte eigentlich wegen eines Gewaltdelikts vor Gericht erscheinen sollen, ist aber nie aufgetaucht. Also müssen Alexander und Christian sie daheim abholen. Doch in diesem Fall treffen die Polizisten die Gesuchte in der Wohnung nicht mehr an. Die wohnt schon lange nicht mehr hier, erzählen die neuen Bewohner. Die komplette Familie sei inzwischen nach Großbritannien umgezogen. Auch solche Fehlschläge gehören zum Leben der Polizei.

Steffi Burmeisters Fazit nach dieser Nacht: "Ich war mit zwei wahnsinnig engagierten Polizisten unterwegs, bei denen ich auch immer wieder gemerkt habe, dass sie ihren Job lieben und gerne Menschen helfen. Ich war nach der Nacht echt geflasht und möchte jetzt gerne auch noch Polizistin werden. Leider bin ich aber zu alt..."

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