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Die wichtigsten Fakten zu E-Bikes

Stark im Kommen - Was ihr über E-Bikes wissen müsst

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Das E-Bike ist die entspannte Alternative zum normalen Fahrrad, die unkomplizierte Lösung statt des Motorrollers und die umweltfreundliche Variante des Autos oder Motorrades – kurzum: Das Elektro-Fahrrad ist auf dem Vormarsch. Doch was ist es überhaupt? Eher Fahrrad, oder eher Motorroller? Brauche ich einen Führerschein oder einen Helm, welche Regeln muss ich beachten und wie schnell kann ich überhaupt fahren? Das Wichtigste beantworten wir euch hier.

Um diese Fragen zu beantworten, muss aber erstmal eines geklärt werden: es gibt nämlich nicht nur das E-Bike, sondern auch das Pedelec und das S-Pedelec. Um das Ganze aber einfach zu halten, werden alle Elektrofahrzeuge unter „E-Bike“ zusammengefasst, wobei die Unterteilung auf die Motorunterstützung zurückzuführen ist. 

Was ist ein Pedelec?

Pedelec („Pedal Electric Cycle“) ist das, was einem klassischen Fahrrad am ähnlichsten ist: Der Fahrer wird nur dann elektrisch unterstützt, wenn er selbst in die Pedale tritt – es ändert sich für den Fahrradfahrer also fast nichts. Lediglich der ein oder andere Berg kann in Rekordgeschwindigkeit oder in einem – eigentlich – viel zu hohen Gang bewältigt werden. Ziemlich praktisch, oder? Bis 25 km/h hilft der Motor mit, danach müssen aber wieder die eigenen Muskeln richtig arbeiten, wenn man es besonders eilig hat. Seit 2017 ist das Pedelec dem Fahrrad gesetzlich gleichgestellt, das heißt es besteht weder Helm- noch Führerscheinpflicht und der Fahrradweg darf benutzt werden. Auch Anhänger und Kindersitze sind erlaubt, außerdem besteht kein Mindestalter für die Nutzung. Wichtig: Auch, wenn es keine Pflicht ist, wird empfohlen, einen Helm zu tragen.

Das Speed-Pedelec

Im Gegensatz zum „normalen“ Pedelec unterstützt das S(Speed)–Pedelec den Fahrer bis zu 45 km/h. Wie der Name schon sagt, ist man damit also besonders schnell: wegen der hohen Geschwindigkeit gilt das S-Pedelec gesetzlich nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kleinkraftrad. Deshalb werden auch ein Führerschein der Klasse AM und ein Helm benötigt und das Pedelec muss mit einem Kennzeichen und Seitenspiegeln ausgestattet sein. Schlussendlich ist das Fahren auf Fahrradwegen nicht gestattet und das Benutzen von Fahrradstraßen nur dann, wenn Kleinkrafträder ausdrücklich zugelassen sind.

Fakten zum E-Bike

E-Bikes, auch E-Mofas genannt, sind Fahrräder mit tretunabhängigem Zusatzantrieb - das heißt, der Traum jedes Kindes bei einer langen Fahrradtour wird erfüllt: Fahrradfahren ohne zu treten. Kinder haben allerdings nichts von den E-Bikes, denn für das Fahren ist eine Führerschein- bzw. Mofa-Prüfbescheinigung nötig. Bis 20 km/h gehört das E-Bike zur Kategorie "Leichtmofa", bei der kein Helm vorgeschrieben ist. Ab 20, bis zu 45 km/h wird es als Kleinkraftrad eingestuft: nötig sind dann Helm, Führerschein (Mindestens Klasse M) und Versicherungskennzeichen. Fahrradwege können benutzt werden, wenn sie für Mofas freigegeben sind. 

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Ist ein E-Bike alltagstauglich? Die wichtigsten Fakten nochmal zusammengefasst:

  • Die durch den Motor erreichbare Geschwindigkeit variiert zwischen 20 und 45 km/h
  • Abhängig von dem Model gelten die gleichen Regeln wie für ein normales Fahrrad
  • Je nach Unterstützungsstufe und Außenfaktoren beträgt die Reichweite 50-100 Kilometer
  • E-Bikes sind durch den Motor, den Akku und den speziellen Rahmen schwerer als ein herkömmliches Fahrrad: durchschnittlich 20, manchmal aber auch 30 Kilogramm schwer. 
  • Ein Führerschein ist nicht bei allen Modellen nötig, sodass theoretisch auch Kinder mit den Fahrrädern fahren können
  • Auch, wenn die Pedelecs rein rechtlich von allen Altersklassen gefahren werden dürfen, wird empfohlen, Kinder erst ab 14 Jahren fahren zu lassen - erst dann sind sie im Durchschnitt den Anforderungen eines E-Bikes gewachsen
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