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Normales Fahrrad in E-Bike umbauen

Die Alternative zum E-Bike - Das normale Fahrrad ganz leicht umbauen

© dpa

Auf dem Weg zur Arbeit oder bei der Fahrradtour am Wochenende - Das Prinzip ist einfach gut: Ein Fahrrad mit Motorantrieb, um auch ohne Auto schnell von A nach B zu kommen. E-Bikes sind zwar ziemllich praktisch, aber leider auch sehr teuer. Deshalb stellen wir euch die billigere Alternative vor, durch die ihr nicht in ein komplett neues Fahrrad investieren müsst und sogar einfach das geliebte normale Fahrrad behalten könnt... 

Wenn das eigene Fahrrad noch völlig in Ordnung ist, sehr teuer war oder einfach nichts ist, das man so einfach ersetzen möchte, dann ist der Kauf eines komplett neuen E-Bikes nicht sinnvoll - das sollte aber kein Grund sein, auf einen unterstützenden Motor am Fahrrad zu verzichten: Der kann nämlich ganz einfach an das Alltags-Fahrrad gebaut werden. Mechatroniker Cedric Lang aus der Fahrradwerkstatt Per Pedal in Frankfurt gibt euch die wichtigsten Infos

Die wichtigsten Infos

Wie wird das Fahrrad umgebaut?

Das Einbauen des Motors ist simpel, da ein Bausatz (bei der Fahrradwerkstatt Per Pedal von der Firma Pendix) genutzt wird, der bei 90 Prozent der Fahrräder gut passt. Bei Spezialrädern wie Tandems oder alten Rädern kann ein Motor allerdings nicht eingebaut werden, da aufgrund von geringer Bremskraft die Unfallgefahr zu hoch wäre. Beim Umbau wird das Tretlager ausgetauscht, sodass ein Sensor vorhanden ist - der Motor befindet sich in der Mitte des Tretlagers, sodass auch ohne Unterstützung des Motors ohne großen Widerstand getreten werden kann. Der Akku wird dann am Rahmen befestigt. Dabei gibt es verschiedene Akku-Stärken, die von 50 bis zu 150 Kilometer halten. Wenn die Akkus leer sind, brauchen sie zwei Stunden, um wieder voll aufgeladen zu sein. 

Wie schnell kann ich fahren?

Der Akku unterstützt bis zu 25 km/h - je nach Modus und Tretkraft wird diese Geschwindigkeit schneller oder langsamer erreicht. Alles über 25 km/h muss aus eigener Kraft erreicht werden.

Wie teuer ist der Umbau?

Obwohl kein komplett neues Rad gekauft wird, ist ein Motor zum Einbauen nicht billig: Je nach Größe des Akkus geht es bei 1490 Euro los - außerdem müssen noch 150 Euro für den Umbau gerechnet werden. 

Was muss beachtet werden?

In Deutschland besteht bei Motoren, die den Fahrer bis zu 25 km/h unterstützen, keine Kennzeichen- und Versicherungspflicht. Jeder, der sein Fahrrad durch den Motor aufpeppen möchte, sollte aufgrund der höheren Geschwindigkeit natürlich besonders gut aufpassen und im besten Fall einen Helm tragen, obwohl dafür für Fahrräder keine Pflicht besteht. 

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