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Osthessen bauen Tuk Tuks für Tonga

Kirchner Solar Group - Osthessen bauen E-Tuk Tuks für Tonga

Was hat Osthessen mit Tonga zu tun? Nicht viel. Aber doch ein bisschen. Denn in dem kleinen polynesischen Königreich fahren Tuk Tuks, die in Alheim-Heinebach gebaut werden, bei der Kirchner Solar Group. Der Unterschied zu herkömmlichen Tuk Tuks mit ihrem knarrenden Zweitakter-Sound: Die Tuk Tuks aus Osthessen sind praktisch lautlos, es sind Elektro-Tuk-Tuks. 

Tuk Tuks für Tonga extra groß

Eine der Herausforderungen der Tuk Tuks in Tonga ist die Größe. Firmenchef Lars Kirchner erklärt im Gespräch mit FFH, dass es in Tonga als Zeichen des Wohlstandes gilt, wenn man mehr auf den Rippen hat. "Die Männer wiegen im Schnitt 120 Kilo, die Frauen auch mal zehn bis zwanzig Kilo mehr". Deshalb hat das Unternehmen die Tuk Tuks extra verstärkt. Reporter Olaf Brinkmann ist groß und schwer und kann bestätigen: Platz gibt es genug. 

Die Idee

Lars Kirchner erzählt, dass sein Unternehmen bereits seit einigen Jahren Solaranlagen nach Tonga liefert und baut. "Eines Abends saß ich dann mit dem Energieminister zusammen und der wollte wissen, ob wir nicht auch im Bereich der Mobilität uns ein Stück weit unabhängiger machen und wir haben dann dieses Projekt Tuk Tuk ins Leben gerufen, weil der Energieminister damals auch erzählte, dass jeden Tag 220.000 Liter Rohstoffe aus dem 9000 Kilometer entfernten Singapur importieren müssen.

Vorerst keine Tuk Tuks für Deutschland

Die Tuk Tuks aus Alheim-Heinebach werden auf den Straßen in Deutschland wohl nicht in Erscheinung treten. Kirchner erklärt, dass die Bestimmungen für eine Straßenzulassung in Deutschland sehr streng sind, in Tonga sei das einfacher. Vorerst sei es deshalb nicht geplant, Elektro-Tuk-Tuks auch für den deutschen Markt zu bauen. 

FFH-Reporter im E-Tuk Tuk

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Olaf Brinkmann

Reporter:
Olaf Brinkmann

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