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Neu im Kino: Rambo - Last Blood

Neu im Kino: Rambo - Last Blood - Sylvester Stallone lässt's final krachen

Kriegsveteran John Rambo fräst sich zum fünften Mal durch Scharen böser Menschen. Nun sind es mexikanische Mörder und Vergewaltiger. Donald Trump hätte seine Freude dran. Wir deutlich weniger, urteilt FFH-Kinomann Volker Willner.

Zehn Euro kostet unser Kinoticket, drei ist es wert.

Rambo versucht Ruhe zu finden. Er lebt auf (und vor allem unter) einer staubigen Pferdefarm in Arizona und nimmt Pillen, um seine Schlachten zu vergessen. Doch dann verschleppen Drogen- und Mädchenhändler die Enkelin seiner Haushälterin. So bricht die legendäre Einmann-Armee  auf zu ihrem letzten Kreuzzug – nach Mexiko und zurück.

Meine dringende Empfehlung: Essen Sie Ihr Popcorn im Kinofoyer, schauen Sie sich in Ruhe die Plakate an – und gehen erst zur zweiten Filmhälfte in den Saal. Das erspart Ihnen viel. Die Story geht nicht mal mehr als flach durch, die ist regelrecht platt. Die Dialoge liegen auf Daily-Soap-Niveau. Das Schicksal sämtlicher Figuren lässt uns kalt. Und Sylvester Stallones hundemüdes Gesicht passt so gar nicht mehr zu der Heldenbrust darunter.

Falls Sie den Fehler gemacht haben, sich diesen Rambo-Abgesang von Anfang an anzusehen, machen Sie wenigstens nicht noch den Fehler, früher rauszugehen. Denn während die erste Hälfte fast gewaltlos abläuft, entfesselt „Last Blood“ Richtung Ende ein fast schon groteskes Blutbad, wie man’s selten sieht: faszinierend schnell, ultrabrutal – und leider deutlich computergeneriert.

Nicht, dass uns das irgendwie berührt. Aber es setzt Maßstäbe.  

Rambo - Last Blood - Der Trailer

Volker Willner

Reporter:
Volker Willner

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