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Kinotipp: Shaun das Schaf - 2

Volker Willners Kinotipp - Shaun das Schaf: UFO-Alarm

Es muss nicht immer High-End-Computertechnik sein. Aus einfacher Knete lässt sich immer noch ein fröhlicher Film zaubern. In seinem zweiten Kinoabenteuer kriegt Shauns Farm Besuch von ganz weit auswärts.

FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Klasse Familienfilm mit hoher Chaos-Dichte. Zehn Euro kostet unser Kinoticket, neun ist es wert.

Was für eine Aufregung unter den Tieren. Auf dem Acker hinter der Farm in Mossingham landet ein UFO. Von Bord schwebt ein freundliches Alien-Mädchen – für Shaun, den Spaßvogel im Schafspelz, eine super Gelegenheit, jede Menge Unfug anzustellen. Und irgendwie müssen er und seine Schafstruppe ihren außerirdischen Gast auch wieder zurück ins All kriegen.

Den Film zu machen, muss etwas für Wahnsinnige gewesen sein. Für jedes einzelne Filmbild knetest Du die Figuren leicht verändert, damit die Bewegung entsteht. Jede Szene ist unglaublich liebevoll und mit Blick fürs Detail geraten. Für die Erwachsenen lauern überall extra Gags oder Anspielungen auf Alien-Streifen wie „Akte X“ oder „Men in Black“. Und in den knapp anderthalb Stunden wird’s fast jede Minute verrückter.

Das menschliche Personal und die Tiere bieten massig Krawall-Potential: Der Farmer mit gestörtem Durchblick will die große Kohle scheffeln mit seinem selbstgebautem Vergnügungspark „Farmageddon“ (das ist auch der englische Originaltitel des Films). Schäferhund Bitzer hält sich für den Hüter des Hofes, ist aber bloß das Opfer der renitenten Schafsbande. Und im Gegensatz zum ersten Film, der eher eine lustige Nummernrevue war, erleben wir hier eine wirklich zusammenhängende Geschichte.

Leicht anstrengend ist es, den Figuren zuzuhören. Denn natürlich reden sie nicht in richtigen Worten, sondern blubbern eine launige Tonsuppe vor sich hin. Die macht immerhin jede Synchronisation überflüssig.

Trailer: Shaun das Schaf: Ufo Alarm

Volker Willner

Reporter:
Volker Willner

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